Konvergentes Billing für mobile Services
Mit der Zukunft abrechnen

Mobile Dienstleistungen wie Aktienkurse abfragen, den Einkauf via Handy zu erledigen oder das Fernsehprogramm abzurufen sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Wie die Anbieter diese mobilen Leistungen abrechnen sollen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Dafür sind nämlich besondere Abrechnungssysteme nötig, was dem M-Commerce zusätzliches Wertschöpfungspotenzial beschert.

Es ist längst keine Zukunftsmusik mehr, mit dem Handy Aktienkurse oder das Fernsehprogramm aus dem Internet abzurufen, mobil den Wocheneinkauf zu erledigen oder einen Tisch im Lieblingsrestaurant vom Auto aus zu buchen. Dies wird spätestens mit der Entwicklung der dritten Mobilfunkgeneration Realität. Der fortschrittliche Service-Provider im Zeitalter der GPRS- oder UMTS-Technologien schiebt demzufolge nicht mehr nur Daten hin und her, sondern bietet vielfältige Zusatz-Services an, die dem Nutzer echten Mehrwert und Unterstützung im Alltag versprechen. Komplettlösungen, die in Zusammenarbeit mit Third Party Content Providern zur Verfügung gestellt werden, sind dabei nur eine der Möglichkeiten, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Ein umfangreiches Angebot an Mobile Content wird für Mobilfunkanbieter zum entscheidenden Erfolgskriterium.

Das Etablieren dieser umfassenden neuen Services ist meist anspruchsvoll und häufig mit langen Implementierungsphasen der IT-Infrastruktur für die Kundenverwaltung verbunden. Dabei spielt das zugrunde liegende Abrechnungssystem eine entscheidende Rolle. Für den Service-Provider ist es nur dann sinnvoll, Dienstleistungen anzubieten, wenn er diese auch detailgetreu abrechnen kann.

Eine Vielfalt aktueller Dienstleistungsangebote ist auf Basis komplexer und serviceübergreifender Tarifmodelle entwickelt worden. Selbst die Abrechnung so "einfacher" Leistungen wie der mobilen Telefonie ist genau betrachtet alles andere als simpel. Allein ein Gespräch von Hamburg nach München erzeugt diverse Datensätze, die neben Informationen über den Anrufer auch den räumlichen und zeitlichen Tarif sowie den Verbindungsverlauf über verschiedene Netzwerke berücksichtigen müssen. Zur möglichst exakten Verrechnung von Leistungen stehen Service Providern mehrere Möglichkeiten offen: Entweder installiert der Provider als Fundament eine Abrechnungsplattform, die für alle Services kompatibel ist und mit Veränderungen im Leistungsangebot flexibel "mitwächst", oder er greift für einzelne Dienste auf Individuallösungen zurück, die aber aufwendig zu programmieren sind.

Besonders wichtig ist eine leistungsfähige Kundenmanagement- und Abrechnungssoftwareplattform im Zukunftsmarkt M-Commerce. Denn der Einkauf vom Auto aus wird sich langfristig nur etablieren, wenn der Kunde rund um die Uhr ähnliche Preisgestaltungsmodelle erwarten kann wie beim traditionellen Einzelhandel. Belohnungsstrategien oder Kaufanreize wie Sonderangebote und Mengenrabatte werden auch im M-Commerce wichtige Mittel der Verkaufsförderung bleiben. Dies ist nur möglich, wenn das Abrechnungssystem den Kunden identifizieren und ihm zielgerichtete Vorschläge unterbreiten kann.

Um die Wertschöpfungskette im M-Commerce abzurunden, werden Partnerschaften zwischen Service und Content Providern wie Sportinformationsdiensten, Börsenjournalen, Hotel- und Restaurantführern oder News-Providern dem Nutzer Mehrwert liefern. Die Service Provider müssen dafür flexible und transaktionsbasierte Infrastrukturen haben, um die Services Carrier-übergreifend verwalten und abrechnen zu können. Dazu benötigen sie offene, gut dokumentierte Schnittstellen (APIs, Application Programming Interfaces). Mit APIs lassen sich Standardfunktionalitäten für den Kunden anpassen und mit anderen Internet- oder Unternehmens-Applikationen verbinden. Nur so können neue Mobilfunk-Services schnell angeboten werden, und das gesamte Abrechnungswesen kann auf einer einzigen, modernen Technologieplattform zusammengeführt werden.

Schreiben Sie dem Autor: rachel.tan@portal.com

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