Konvergenzbericht in Brüssel vorgelegt
Schweden erwartet kontinuierliche Haushaltsüberschüsse

Schweden rechnet im kommenden Jahrzehnt und darüber hinaus mit kontinuierlichen Haushaltsüberschüssen von jährlich durchschnittlich zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Wie aus dem am Mittwoch in Brüssel vorgelegten Konvergenzprogramm der schwedischen Regierung hervorgeht, soll im laufenden Jahr sogar ein Überschuss von 3,5 % erwirtschaftet werden.

ap BRÜSSEL. Der Schuldenstand soll sich bis 2002 der 50-Prozent-Marke annähern. Die EU-Kommission sieht das Konvergenzprogramm Stockholms in Übereinklang mit den Stabilitätskriterien für die Europäische Währungsunion. Schweden gehört neben Großbritannien und Dänemark zu den wenigen EU-Staaten, die in absehbarer Zeit nicht der Euro-Zone angehören wollen.



Die schwedischen Berechnungen gehen von einem Wirtschaftswachstum von 3,5 % im laufenden Jahr und einem abgeschwächten Wachstum von 2,1 % in den Jahren 2002 und 2003 aus. 2002 würde der Überschuss in der öffentlichen Kasse 3,3 % betragen, im Jahre darauf 3,6 %. Die Kommission wies darauf hin, dass aus dem Plan nicht ersichtlich werde, "ob Schweden diese vorausgeschätzten Überschüsse anstreben wird oder ob die die Zweiprozentmarke überschreitenden Überschüsse an die privaten Haushalte transferiert werden".



Lobend bemerkte die Brüsseler Behörde, dass ein Überschuss von durchschnittlich zwei Prozent bis 2015 die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen stützen werde. Schweden habe in Rechnung gestellt, dass es zum einen die Alterung der Bevölkerung finanziell abfedern müsse. Zum anderen werde auch berücksichtigt, dass im Zuge der Globalisierung die hohe Abgabenlast für die Bevölkerung voraussichtlich gesenkt werden müsse. Der Stabilitätspakt zur Währungsunion sieht mittelfristig ausgeglichene Haushalte vor. Der Schuldenstand soll unter 60 % des BIP liegen. Auch Inflation und Zinssatz sollen nicht aus dem Rahmen des Gemeinschaftsmittels fallen.



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