Konzentration auf den Aufbau des UMTS-Netzes
Mobilcom will Talkline nun doch nicht kaufen

Der Büdelsdorfer Telekomanbieter Mobilcom will nun doch nicht den Elmshorner Konkurrenten Talkline kaufen. "Der Vorstand hat sich gegen einen Kauf entschieden", sagte ein MobilCom-Sprecher der "Financial Times Deutschland" (Dienstagsausgabe).

afp HAMBURG. Sein Unternehmen wolle sich jetzt voll auf den Aufbau seines UMTS-Netzes für den Mobilfunkstandard der dritten Generation konzentrieren. Ursprünglich hatte Mobilcom nach Informationen der Zeitung bereits ein konkretes Kaufangebot abgegeben. Die Büdelsdorfer Firma wollte demnach 300 Mill. Euro an die Talkline-Mutter Tele Danmark zahlen. Letztlich hätte aber der Mobilcom-Gesellschafter France Telecom den Kauf nicht mitfinanzieren wollen, womit die Büdelsdorfer Firma ihr Angebot habe zurückziehen müssen.

Tele Danmark hatte im vergangenen Monat angekündigt, das Engagement in Deutschland zu überprüfen. Dabei wurde ein Verkauf der hundertprozentigen Tochterfirma Talkline nicht ausgeschlossen. Mobilcom wäre vor allem an den Kunden des Konkurrenten interessiert. Talkline hat nach eigenen Angaben in Deutschland rund 1,7 Millionen Mobilfunk-Kunden, 1,1 Millionen Internet-Nutzer sowie 600 000 Festnetzkunden.

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