"Konzentration auf die Arbeit"
Ericsson-Chef verzichtet auf halben Jahresbonus

Der Chef des Verluste schreibenden schwedischen Telekomausrüsters Ericsson, Michael Treschow, verzichtet nach Kritik von Aktionären einem Zeitungsbericht zufolge auf die Hälfte seines Jahresbonusses.

Reuters STOCKHOLM. Treschow sagte in der Tageszeitung "Dagens Nyheter" (Sonntagausgabe), er werde auf 2,7 Millionen Kronen (rund 300 000 Euro) seines Jahresbonusses von 5,5 Millionen Kronen verzichten. "Ich möchte keine Extrazahlungen als Chairman von Ericsson nach dem Sommer erhalten", sagte Treschow. Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunkausrüstungen hatte im ersten Quartal 2003 den zehnten Vierteljahresverlust in Folge ausgewiesen.

"Ich fühle mich durch die Debatte gestört, in der ich ohne Grund eine Hauptrolle spiele. Ich möchte dies hinter mich bringen", sagte Treschow der Zeitung. Die Konzentration solle der Zukunft von Ericsson und der Arbeit des Vorstandes gelten, nicht irgendwelchen Zahlungen.

Treschow hatte den Ericsson-Chefposten mit einem jährlichen Grundgehalt von 2,5 Millionen Kronen im vergangenen Jahr angetreten. Angesichts der Verluste des Unternemens hatten Aktionäre die Höhe des Jahresbonusses Treschows zuletzt scharf kritisiert. Die Bonus-Frage wurde auch zu einem Hauptstreitpunkt auf der Hauptversammlung des Unternehmens im vergangenen Monat.
Die Kritik der Investoren verschärfte sich zudem, als der schwedische Elektrotechnikkonzern ABB im April Treschow für sein Board vorschlug. Treschow solle sich voll und ganz auf seine Arbeit bei Ericsson konzentrieren, hieß es.

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