Konzentration auf Kernkompetenz
Baader wird das Jahr mit tiefroten Zahlen abschließen

Die im MDax gelistete Baader Wertpapierhandelsbank ist in den ersten neun Monaten auch operativ in die Verlustzone gerutscht, will das Minus von 1 Mill. € bis zum Jahresende aber ausgleichen.

rtr MÜNCHEN. Unter dem Strich wird der Aktien- und Rentenhändler das Jahr aber mit tiefroten Zahlen abschließen, nachdem im Oktober 42,1 Mill. € auf das eigene Beteiligungsportfolio abgeschrieben wurden, wie Baader am Montag in München mitteilte. Das Unternehmen wolle sich künftig wieder auf seine Kernkompetenz im Wertpapierhandel konzentrieren, sagte eine Sprecherin. Die Beteiligungen sollen nach und nach abgebaut werden, das Emissionsgeschäft deutlich verkleinert werden.

In den ersten neun Monaten belief sich der Fehlbetrag nach Steuern auf 43,1 Mill € nach einem Überschuss von 51,1 Mill € im Börsenboom des Vorjahres, wie Baader weiter mitteilte. Das Betriebsergebnis sank auf minus 43,1 Mill € von plus 106,8 Mill €. "Das laufende Geschäftsjahr kann heute schon als das schwierigste in der Geschichte der Bank bezeichnet werden", hieß es im Zwischenbericht ausblickend. Das dritte Quartal sei von der Zurückhaltung der Anleger bei ihren Investitionsentscheidungen geprägt gewesen.

Das Kerngeschäft im Wertpapierhandel weise weiter schwarze Zahlen auf, sagte die Sprecherin. In der Skontroführung und im Eigenhandel habe Baader in den ersten neun Monaten 3,0 Mill € verdient, allerdings deutlich weniger als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch das in der Eckes Effektenhandel AG gebündelte Vermittlungsgeschäft habe operativ 1,6 Mill € verdient. Die in Stuttgart ebenfalls als Skontroführer tätige KST Wertpapierhandelsbank habe dagegen 2,8 Mill € Verlust erwirtschaftet.

Mit Emissionen und vorbörslichen Beteiligungen verlor Baader in neun Monaten operativ 2,2 Mill €. Neue Beteiligungen wolle das Unternehmen nicht mehr eingehen, die 20 verbliebenen Positionen sollen nach und nach abgebaut werden, hieß es. Die größten Engagements hat Baader bei den Neuer-Markt-Werten EMS New Media und Brain International. Angesichts dessen sollen im Beteiligungs- und Emissionsgeschäft einige der zwölf Stellen abgebaut werden, was sich 2002 auf das Ergebnis von Baader auswirken werde. Die Zahl der Mitarbeiter sei insgesamt bereits um zehn auf 212 geschrumpft.

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