Konzentration auf Pkw
Strategiewechsel bei Chrysler

DaimlerChrysler will mit seiner sanierten US-Sparte Chrysler die japanische Konkurrenz auf dem US-Markt angreifen.

ddp/vwd AUBURN HILLS. Chrysler betrachtet sich nach den Turbulenzen des vergangenen Jahres als gerettet. Chrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche sagte, jetzt gehe es darum, das Unternehmen "vom Überlebenskampf zu einem neuen Standard der Spitzenleistung" zu führen.

Im Nutzfahrzeugbereich strebt DaimlerChrysler laut Nutzfahrzeugvorstand Eckhard Cordes noch 2002 einen Vertragsabschluss über die Lkw-Produktion in China an. Ob Daimler-Chrysler eigene Werke in China aufbauen wolle oder die Infrastruktur von FAW nutzen werde, sei noch offen. Daimler-Chrysler will nach den Worten von Cordes in Asien eine Position erreichen, die langfristig der auf den restlichen Märkten der Welt entspricht, wo Daimler-Chrysler Marktanteile zwischen 20 und 40 Prozent hat. Cordes bestätigte, dass der Konzern derzeit überlegt, sich zusätzlich zu den 37,3 Prozent die Daimler-Chrysler an Mitsubishi Motor hält, auch an der Mitsubishi-Nutzfahrzeugsparte Fuso direkt zu beteiligen.

Nach Angaben von Zetsche soll in der nächsten Dekade der Absatz um 30 Prozent gesteigert werden. Absolut solle die Zahl der verkauften Fahrzeuge in diesem Zeitraum um eine Million Stück erhöht werden, berichten US-Zeitungen am Freitag.

Der Konzern, der in den USA mehr als Spezialist für Minivans und leichte Lastkraftwagen bekannt sei, wolle dabei seine Bemühungen auf Pkw konzentrieren, heißt es. Beobachter sehen nach Angaben der "Financial Times" darin Anzeichen für einen Strategiewechsel bei Chrysler. Der Konzern wolle in den nächsten Jahren nun auch das Segment der preisgünstigeren Pkw bedienen, das bislang als eine Domäne der japanischen Produzenten gilt. Diese haben einem Fachmagazin zufolge ihren US-Marktanteil bei kleinen Personenwagen von 32,3 Prozent im Vorjahr auf 34,7 Prozent ausgebaut.

Grund für den Erfolg der Kfz-Importe gegenüber den "Big Three" der US-Autokonzerne - General Motors, Ford und Chrysler - sei eine effizientere Produktionsweise, schätzten Analysten ein. Dies schlage sich im Preis nieder.

Chrysler will laut "Wall Street Journal" bis 2006 rund 30 Milliarden US-Dollar in neue Produktprogramme investieren. Der Konzern werde bereits im vierten Quartal mit der Umsetzung der Vorhaben beginnen, kündigte Zetsche den Freitag-Berichten zufolge an. In diesem und den beiden nächsten Jahren sind insgesamt elf neue Modelle geplant, darunter ein Minivan und ein mit deutscher Technik entwickelter Sportwagen. Chrysler wolle zugleich nicht den US-Wettbewerbern nacheifern, die den Absatz durch zinsgünstige Finanzierungsprogramme ankurbelten, versicherte Zetsche.

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