Konzentration aufs Kerngeschäft
RWE will Umsatz um zehn Prozent steigern

RWE erwartet nach den Worten seines Vorstandschefs Dietmar Kuhnt in diesem Geschäftsjahr einen Anstieg beim Konzernumsatz von mindestens zehn Prozent.

WiWo/AP ESSEN. Auch beim betrieblichen Ergebnis werde RWE trotz erheblicher Ertragseinbußen im Nicht-Kerngeschäft voraussichtlich deutlich über dem Vorjahreswert von 3,9 Milliarden Euro liegen, sagte Kuhnt, der im März 2003 in den Aufsichtsrat wechselt, am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Konzerns in Essen. Neuer Vorstandsvorsitzender wird der Niederländer Harry Roels. Der neue Mann an der Spitze werde gemeinsam mit seinen Kollegen RWE weiter erfolgreich führen, versprach Kuhnt.

Kuhnt sagte, das Unternehmen sei heute wesentlich unabhängiger vom deutschen Markt als noch vor zwei Jahren. Nach Abschluss der Akquisition von American Water Works im kommenden Jahr werde jeder zweite Euro des betrieblichen Ergebnisses im Kerngeschäft außerhalb Deutschlands erwirtschaftet. Fast jeder zweite RWE-Mitarbeiter im Kerngeschäft sei dann in Gesellschaften im Ausland beschäftigt.

Ausstieg aus Nicht-Kerngeschäften bis Ende 2003

Kuhnt kündigte an, RWE wolle bis spätestens Ende 2003 aus den verbliebenen Nicht-Kerngeschäften aussteigen. Schon im laufenden Jahr würden mehr als 90 Prozent des Konzernergebnisses im Kerngeschäft erzielt werden, sagte der Vorstandschef weiter.

Nach seinen Worten will RWE zu den ertragsstärksten Unternehmen der Branche zählen. Mit der gestiegenen Ertragskraft im Stromgeschäft, dem Ausbau des Gasgeschäfts und dem breiten Einstieg in das hochprofitable Wassergeschäft hätte der Konzern dafür beste Voraussetzungen.

Im Geschäftsfeld Strom geht RWE von weiterhin stabilen Strompreisen aus. Das deutsche Stromgeschäft werde besonders in der Erzeugung deutlich an Ertragskraft gewinnen. Im Geschäftsfeld Gas erwartet Kuhnt, dass sowohl die Rohöl- als auch die Gaspreise im Durchschnitt unter dem Niveau von 2001 liegen. Im Geschäftsfeld Wasser plant RWE ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr. Basis dafür seien die Akquisitionen in Chile und auch Tarifanpassungen, erklärte Kuhnt.

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