Konzentrationsprobleme kennt sie nicht
Pfeilschifter zielt auf Gold

Schon die erste Entscheidung bei den Olympischen Spielen könnte dem deutschen Team Rückenwind verleihen. Denn Sonja Pfeilschiftergeht am Samstag als heiße Medaillenkandidatin an den Start und würde der Mannschaft natürlich am liebsten einen golden Auftakt in Athen bescheren.

HB ATHEN. Auf einen Erfolg der 33-jährigen bayerischen Sportschützin im Luftgewehr-Finale am Samstag gegen 11.30 Uhr laufen viele Wetten. Immerhin hat die nur 1,56 m große siebenmalige Welt- und neunmalige Europameisterin auch den letzten vorolympischen Weltcup gewonnen.

Traditionell fällt die erste Olympia-Entscheidung bei den Schützen, die damit auch für eine Initialzündung in der gesamten Olympia-Mannschaft sorgen können. 1988 schaffte Sylvia Sperber (Penzberg) den goldenen Auftakt. Acht Jahre danach hielt Petra Horneber (Kranzberg) nach dem ersten Wettkampf Silber in den Händen.

Auf ein ähnliches Erfolgserlebnis durch eine bayerische Schützin hoffen die Deutschen nun weitere acht Jahre später in Athen. Zumindest für einen Tag würde Sonja Pfeilschifter, die wie alle Schützen meist nur am Rande des Sportspektrums wahr genommen wird, im Mittelpunkt der Medien und der Öffentlichkeit stehen.

In Sydney gab Sonja Pfeilschifter vor vier Jahren das greifbar nahe Edelmetall noch aus der Hand. Als Zweite war sie in den Endkampf eingezogen. Nach den zehn Finalschüssen rangierte sie auf Platz fünf. Winzige vier Millimeter fehlten zum Edelmetall. "Es wird auch diesmal wieder eine ganz enge Entscheidung", betonte die gelernte Schneiderin. Immerhin stehen in der Startliste von Athen alle sechs Frauen, die den Weltrekord mit der Idealringzahl 400 halten. Man wird also sehr hohe Ringzahlen schießen müssen, um überhaupt das Finale zu erreichen. "Und da ist unter den acht Besten dann alles möglich, entscheiden neben dem Können auch die Nerven", sagte Pfeilschifter.

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