"Konzentrationsprozess längst nicht abgeschlossen"
Electronic-Partner will sich bei Schaulandt bedienen

Auf dem schrumpfenden Elektronikmarkt in Deutschland werden die Karten neu gemischt. Der drittgrößte Anbieter von Unterhaltungselektronik, Electronic-Partner (EP), will die Hälfte der Filialen der Karstadt-Quelle-Tochter Schaulandt übernehmen.

HB/dpa DÜSSELDORF. "Der Konzentrationsprozess im Handel ist noch längst nicht abgeschlossen", sagte der Vorsitzende der EP-Geschäftsführung, Hartmut Haubrich, am Montag in Düsseldorf. EP habe die Weichen auf Expansion gestellt.

In den Verhandlungen mit Karstadt-Quelle rechne er in den nächsten drei Wochen mit einer Entscheidung. EP sei an 8 der 16 verbliebenen Schaulandt-Filialen interessiert. Sollten sich die Gesprächspartner einigen, würden die 8 Schaulandt-Filialen voraussichtlich unter dem Namen MediMax fortgeführt, erklärte Haubrich. EP sei dabei, das Netz seiner großflächigen Medi-Max-Fachmärkte auszubauen. Ihre Zahl soll langfristig von 51 auf gut 100 in Deutschland verdoppelt werden.

Die in Nordwestdeutschland aktive Elektronikmarkt-Kette Schaulandt schreibt dem Vernehmen nach tiefrote Zahlen. Bereits im vergangenen Jahr wurden vier Filialen dicht gemacht. Der Umsatz von Schaulandt wird auf 170 Millionen Euro im Jahr 2001 und die Mitarbeiterzahl auf rund 500 geschätzt. Karstadt-Quelle hat bislang noch nicht mitgeteilt, welche Pläne es für den Rest des Schaulandt-Filialnetzes gibt.

"Die Konsumenten sind sehr zurückhaltend", beschrieb der EP-Chef die Situation in Deutschland. Der Branchenumsatz sei 2002 um etwa 3 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro gesunken. Für 2003 wird Umsatzminus von 2 Prozent in der Branche erwartet. Auch der Düsseldorfer EP- Verbund bekam 2002 die Konsumflaute und den Preisverfall zu spüren. Der Umsatz der deutschen EP-Händler sank um 2,8 Prozent auf 2,47 Milliarden Euro. Außerhalb Deutschlands wuchs der EP-Händler-Umsatz um 4,5 Prozent auf 820 Millionen Euro.

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