Konzern auf Weg zum weltweiten Logistik-Marktführer
Deutsche Post mit Umsatz- und Gewinnplus

Die Deutsche Post hat ihren Umsatzzuwachs von 46 % auf 32,71 Mrd. Euro mit Hilfe aller vier Geschäftsbereiche Brief, Express, Logistik und Finanzdienstleistungen erzielt. Dabei hätten sich die Übernahmen von Air Express International in den USA und der DSL-Bank am stärksten ausgewirkt, sagte Post-Chef Zumwinkel am Freitag auf der CeBIT in Hannover.

dpa-afx FRANKFURT. Die Auslandsumsätze hätten sich dabei von 2 % im Jahr 1998 auf 29 % im Jahr 2000 erhöht, betonte Zumwinkel. Dieser steigende Trend werde auch sich auch im laufenden Jahr fortsetzen. Für 2001 rechne die Post mit einem Auslandsbeitrag zum Umsatz von 40 %. Ziel sei, die Deutsche Post zum "Global Player Nummer Eins" zu machen. Es gehe jetzt vor allem um Wertsteigerung der einzelnen Unternehmensbereiche und Integration der Akquisitionen in den Konzern.

Unternehmensbereich Brief steiget Umsatz

Die Post gab vorläufige, noch nicht konsolidierte Zahlen der einzelnen Geschäftsbereiche bekannt: Der Unternehmensbereich Brief steigerte den Umsatz von 11,67 Mrd. Euro 1999 auf 11,73 Mrd. Euro im Jahr 2000. Das Ergebnis verdoppelte sich nahezu von 1,01 Mrd. Euro auf 2,00 Mrd.Euro. Zu diesem im Vergleich zur Umsatzsteigerung deutlichen Zuwachs trugen laut Zumwinkel entscheidend die geringeren Zahlungen an den Pensionsservice der Deutschen Post bei.

Diese Absenkung beruht auf gesetzlichen Grundlagen und sei von Dauer. Der Anteil des Geschäftsbereiches Brief am Gesamtumsatz ging von 49 % auf 34 % zurück. Der Anteil am Gewinn sank von 92 % auf 74 %. Hier strebe die Post mittelfristig eine Verteilung 50/50 an; allerdings nicht, weil der Bereich Brief schwächer, sondern weil Express, Logistik und Finanzdienstleistungen stärker würden, betonte Zumwinkel.

Express: Vorwurf der illegalen Quersubventionierung ausgeräumt

Im Bereich Express stieg der Umsatz von 4,78 Mrd. Euro auf 6,02 Mrd. Euro und das Ergebnis von 0,06 Mrd. Euro auf 0,08 Mrd. Euro. Der Vorwurf der illegalen Quersubventionierung sei nach der vor wenigen Tagen erfolgten Entscheidung der EU ausgeräumt, sagte der Post-Chef. Es sei festgestellt worden, dass die Post entgegen anderslautender Anschuldigungen im Paketgeschäft kostendeckend arbeite. Und wo kostendeckend gearbeitet wird, "gibt es keine Quersubventionierung", sagte er. Das Bußgeld von 24 Mill. Euro sei zu gering, um sich negativ auf den Konzern auszuwirken.

Eine Aufstockung des DHL-Anteils der Post von derzeit 51 % schloss Zumwinkel für den Fall nicht aus, dass die zwei Investmentfonds, die weitere 25 % halten, in einigen Jahren ihren Anteil verkaufen.

Im Bereich Logistik stieg der Umsatz von 4,45 Mrd. Euro auf 8,29 Mrd. Euro und das Ergebnis von minus 0,03 Mrd. Euro auf positive 0,11 Mrd. Euro. Die größten Ertragssteigerungen verzeichnete der Bereich Finanzdienstleistungen: Der Umsatz wuchs von 2,87 Mrd. Euro auf 7,99 Mrd. Euro und das Ergebnis von 0,06 Mrd. Euro auf 0,51 Mrd. Euro. Zufrieden zeigte sich Zumwinkel mit der Entwicklung der Post-Onlinebank Easytrade. Ende 2000 gestartet, verzeichne sie mehr als 280 000 Depoteröffnungen. Beim Börsengang der Post hatte das Unternehmen den Easytrade-Kunden Sonderkonditionen eingeräumt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%