Konzern bestätigt Gespräche
n-tv aller Voraussicht nach bald mit neuem Anteilseigner

Der Berliner Nachrichtensender n-tv hat Gespräche mit mehreren Interessenten über einen Einstieg bestätigt, zugleich aber dementiert, RTL stehe als neuer Partner schon fest.

dpa/HB HAMBURG/ DÜSSELDORF. Im Gespräch mit Handelsblatt.com bestätigte Sprecherin Catrin Glücksmann: " RTL ist einer der Interessenten." Der Sender sei allerdings mit verschiedenen Unternehmen im Gespräch. "Wann eine Entscheidung fällt, ist noch nicht abzusehen", fügte Glücksmann hinzu. Berichte, denen zufolge der Sender bereits über Kooperationen mit der RTL-Familie nachdenke, bezeichnete die Sprecherin als "bloße Spekulation". An n-tv ist neben dem US-Gesellschafter Time Warner/CNN auch das "Handelsblatt" beteiligt.

n-tv-Programmgeschäftsführer Helmut Brandstätter sagte der Nachrichtenagentur dpa, der Sender wolle den Vorjahresgewinn von 16 Mill. DM in diesem Jahr mindestens verdoppeln. Um das eigene Profil gegenüber dem Herausforderer N24 (ProSieben-Gruppe) zu stärken, werde n-tv das Programm überarbeiten. Vom Januar 2001 an wird laut Brandstätter erstmals auch Unterhaltungsshows ausgestrahlt. In der Sendung "Newsquiz" mit den Moderatoren Volker Wieprecht und Robert Skuppin werden die Zuschauer live am Telefon nach den Vorkommnissen der vorausgegangenen Tage befragt. Sonntags moderiert Clarissa Ahlers um 21.15 Uhr ihre "Börsenshow" mit jeweils drei Kandidaten, die Fragen rund um den Dax und Dow Jones zu beantworten haben.

Auch im Informationsprogramm gibt es Veränderungen: Ein neues Nachrichtenmagazin soll zwischen neun und elf Uhr vormittags ausgestrahlt werden. Aus der Talkshow "Späth am Abend" sonntags um 19.15 Uhr mit Lothar Späth wird künftig die Sendung "Späth im Net". Der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG bekommt zusätzlich das Format "Best of Business", in der er wöchentlich Unternehmerpersönlichkeiten porträtiert

Die Neuentwicklungen sollen im wesentlichen die Wiederholungsprogramme ersetzen, sagte Brandstätter. Allerdings werden auch einige Formate abgesetzt, unter ihnen "Gründer TV" mit Anja Kohl und "Blick nach Amerika" mit CNN-Reporterin Bettina Lüscher. Carola Ferstls geplante "Start up Show" über Jungunternehmer, die von der Holtzbrinck-Tochter AVE und Bärbel Schäfers Firma Couch Potatoes entwickelt wurde, wird vom Sender doch nicht ausgestrahlt. Sprecherin Glücksmann sagte Handelsblatt.com, es habe sich gezeigt, dass kurze Formate weniger geeignet seien. Derzeit werde ein neues Format für Existenzgründer entwickelt. Die Verträge seien allerdings noch nicht unterschrieben.

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