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Konzern-Chef Berchtold verlässt Giesecke & Devrient

Der Chef des Gelddruck- und Chipkartenkonzerns Giesecke & Devrient, Willi Berchtold, tritt überraschend ab. Zum 31. Oktober werde Berchtold das Unternehmen verlassen, teilte der Konzern am Mittwoch in München mit. Die Aufhebung des Vertrages erfolge im besten beiderseitigen Einvernehmen. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers sollen die Geschäftsführer Walter Schlebusch und Peter Zattler das Unternehmen kommissarisch leiten.

dpa-afx MÜNCHEN. Der Chef des Gelddruck- und Chipkartenkonzerns Giesecke & Devrient, Willi Berchtold, tritt überraschend ab. Zum 31. Oktober werde Berchtold das Unternehmen verlassen, teilte der Konzern am Mittwoch in München mit. Die Aufhebung des Vertrages erfolge im besten beiderseitigen Einvernehmen. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers sollen die Geschäftsführer Walter Schlebusch und Peter Zattler das Unternehmen kommissarisch leiten.

Berchtold, der auch Präsident des IT-Branchenverbandes Bitkom ist, war sechs Jahre lang als Vorsitzender der Geschäftsführung bei dem Unternehmen tätig. Nun wolle sich der 54-Jährige beruflich neu orientieren, sagte ein Unternehmenssprecher. Es habe keinerlei Verstimmung in der Geschäftsführung gegeben. "Das Geschäft läuft hervorragend, und das Unternehmen ist gut aufgestellt." Derzeit sei noch kein Nachfolge-Kandidat in der engeren Wahl. Zur künftigen Tätigkeit Berchtolds machte der Unternehmenssprecher keine Angaben. Eine Aufgabe des Amtes des Bitkom-Präsidenten plane Berchtold nicht.

Der frühere Deutschland-Geschäftsführer von IBM war im September 1998 an die Spitze von Giesecke & Devrient gewechselt. Der Konzern zählt sich zu den Weltmarktführern bei der Herstellung von Banknoten und Chipkartensystemen. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz um vier Prozent auf rund eine Milliarde Euro zurück. Der Jahresüberschuss stieg dank Kosteneinsparungen und einer geringeren Steuerlast um ein Fünftel auf gut 28 Mill. ?./cs/D

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