Konzern geht gegen die Entscheidung vor
Daimler-Chrysler: "Vorgänge gewaltig überbewertet"

Daimler-Chrysler wird gegen die Bußgeld-Entscheidung der Europäischen Kommission wegen angeblich unzulässiger Vertriebspraktiken rechtlich vorgehen.

rtr/sce/zel STUTTGART/DÜSSELDORF. "Die Daimler-Chrysler AG wird gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission Rechtsmittel einlegen", teilte ein Konzernsprecher am Mittwoch in Stuttgart mit. "Auch die wenigen aufrecht erhaltenen Vorwürfe sind aus der Sicht von Daimler-Chrysler unbegründet", ergänzte er.

Das Unternehmen ergänzte damit eine zuvor abgegebene Stellungnahme, in der es geheißen hatte, der Konzern werde kurzfristig über den Umfang der Rechtsmittel entscheiden. Die Europäische Kommission hatte gegen Daimler-Chrysler wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht eine Geldbuße von 71,8 Mill. Euro verhängt.

Von einem vorsätzlichen und systematischen Verbot des Parallelimports preiswerter Autos kann laut Daimler-Chrysler keine Rede sein. Mit der Einstufung als "schweren Verstoß" gegen die Wettbewerbsregeln habe Monti diese Vorgänge "gewaltig überbewertet". Die beanstandeten Regelverstöße basierten überwiegend auf dem Fehlverhalten "nachgeordneter Mitarbeiter".

Nach Informationen des Handelsblattes hat der Stuttgarter Konzern für den Fall einer Verurteilung bereits Rückstellungen von mehr als 100 Mill. Euro gebildet. Angesichts der Bußgeld-Höhe sei der Gang zum Gerichtshof nach Luxemburg jedoch wahrscheinlich.

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