Konzern hält an Gewinnprognose fest
VW-Quartalsergebnis bricht zweistellig ein

Der Volkswagen-Konzern hat wegen der anhaltend schwachen Automobilmärkte im ersten Quartal 2002 erwartungsgemäß einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Europas größter Autokonzern geht aber nach wie vor davon aus, im Gesamtjahr mindestens das Vorjahresergebnis zu erreichen.

rtr WOLFSBURG. Volksagen teilte am Freitag in Wolfsburg mit, das Vorsteuerergebnis habe sich von Januar bis März um 19,9 % auf 997 Mill. ? verringert. Nach Steuern sei der Gewinn mit 627 Mill. ? sogar um 24,5 % geringer ausgefallen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Damit schnitt Europas größter Automobilkonzern etwas besser ab als von Analysten erwartet worden war. Die VW-Aktie legte um mehr als zwei Prozent auf 55 ? zu.

Zur weiteren Entwicklung im Geschäftsjahr teilte Volkswagen mit, eine Belebung der Automobilkonjunktur in den USA und in Westeuropa werde frühestens in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Um die Ertragsziele zu erreichen, werde der Konzern die Kosten weiter senken und zugleich die Modellpalette wie geplant weiter entwickeln.

Der Umsatz ging im ersten Quartal um 5,4 % auf 21,266 Mrd. ? zurück. Zugleich verringerte sich der Absatz an die Händlerorganisation mit minus 13 % auf 1,181 Mill. Fahrzeuge deutlich stärker als die Auslieferungen an Kunden, die wie von VW prognostiziert um 6,8 % auf 1,180 Mill. Fahrzeuge abnahmen. Damit wurde der Lagerbestand deutlich reduziert, was sich auf die Liquidität auswirkte. Die erhöhte sich deutlich um 65,2 % auf 2,452 Mrd. ?. Den mit minus 5,4 % im Vergleich zum Absatz geringen Umsatzrückgang erklärte Volkswagen mit einem Trend zu höherwertigen Fahrzeugen und Ausstattungen, Preisanpassungen sowie das wachsende Leasing-Geschäft.

Nach Regionen aufgeschlüsselt nahmen die Auslieferungen in Europa um 8,6 % auf 796 000 Fahrzeuge ab. In Nordamerika erhöhten sich die Auslieferungszahlen dagegen um 4,2 % auf gut 153 000 Fahrzeuge. In Südamerika und Südafrika nahmen die Auslieferungen um 16,7 % auf 119 000 Fahrzeuge ab. Besonders betroffen waren die Länder Brasilien und Argentinien, wo sich der Marktanteil von Volkswagen an Neuzulassungen auf 27,9 (28,7) Prozent beziehungsweise 17,0 (18,7) Prozent verringerte. Die Region Asien/Pazifik habe mit 112 000 verkauften Fahrzeugen das Niveau des Vorjahreszeitraums um 5,6 % übertroffen, teilte VW mit.

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