Konzern kann Zinsen nicht zahlen
Krise bei Mühl verschärft

Die seit Wochen schwelende Finanzkrise des börsennotierten Thüringer Baudienstleisters Mühl hat sich offenbar verschärft.

dpa ERFURT/KRANISCHFELD. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, dass die Zinsen für eine seit 1998 laufende Anleihe über 100 Millionen DM (51 Mill. Euro) bisher nicht bezahlt werden konnten. Die Zinsen waren am 10. März fällig, die letzte Frist läuft am 17. März aus. Offen blieb in der Börsen-Pflichtmitteilung, ob mit den Banken eine Einigung über die Verlängerung der Kredite für Mühl erreicht wurde.

Der Vorstand des Baustoffhandelskonzerns rechnet damit, dass sich die Anleihengläubiger mit dem Unternehmen in Verbindung setzen. Mühl- Vorstandschef Thomas Wolf hatte mitgeteilt, das er bis Ende der Woche mit einer Entscheidung der Banken über die weitere Finanzierung des Konzerns mit 3 000 Beschäftigten rechnete. Am vergangenen Mittwoch war ein erneuter Anlauf zur Lösung der Finanzkrise gestartet worden. Dabei geht es um die Verlängerung der Kreditlinien für den Konzern bis Ende April 2003 sowie einen "Feuerwehrfonds" mit einem Volumen von 25 Millionen Euro zur Überbrückung akuter finanzieller Engpässe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%