Konzern sieht keinen Anlass für Kritik
Betriebsrat will Daimler wegen verfallener Überstunden verklagen

ap STUTTGART. Der Betriebsrat von DaimlerChrysler will den Konzern wegen 1,1 Mill. verfallener Überstunden und Arbeitszeitverstößen verklagen. Die Klage solle in den nächsten Wochen eingereicht werden, sagte Hansjörg Schmierer von der Verwaltungsstelle der IG Metall am Mittwoch. Der Gewerkschaftssekretär bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Stuttgarter Zeitung". Schmierer erklärte, der Betriebsrat des Autobauers habe seit über einem Jahr die Verstöße gegen die Arbeitszeitregelungen untersucht und eine einvernehmliche Lösung mit dem Vorstand angestrebt. Es sei aber nichts passiert, sagte der Gewerkschaftssekretär.

Eine Unternehmenssprecherin sagte auf Anfrage, alle mit dem Betriebsrat ausgehandelten Vereinbarungen zur Arbeitszeit seien eingehalten worden. "Wir sehen für eine solche Klage keinen Anlass", betonte sie. Die Personalvertreter werfen dem Konzern vor, er habe allein 1999 weit mehr als 1,1 Mill. Überstunden verfallen lassen. Davon seien viele Beschäftigte in der Zentrale in Stuttgart betroffen. Nach Angaben der IG Metall ist im vergangenen Jahr nicht bezahlte Mehrarbeit im Wert von rund 500 Stellen in der Stuttgarter Verwaltung angefallen. Ferner werde die tägliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden oft nicht eingehalten ebenso wie die gesetzlich vorgeschriebene Ruhepause zwischen Arbeitsende und Wiederaufnahme.



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