Konzern sucht familienfremden Manager für die Spitze
Tchibo legt bei Umsatz und Gewinn zu

Die Familie streitet, die Geschäfte laufen glänzend. Der Tchibo-Konzern, der nicht nur Kaffee und Zigaretten hervorragend verkaufen kann, rechnet mit einem Jahresüberschuss von mehr als 700 Mill. DM. Nun wird ein neuer Mann an der Spitze gesucht. Mit der Familie Herz soll er nichts zu tun haben.

dpa HAMBURG. Der Tchibo-Konzern legt bei Umsatz und Gewinn in diesem Jahr erneut zu. Der erwartete Konzernjahresüberschuss liege mit mehr als 700 Mill. DM (357 Mill. Euro) über dem Vorjahreswert von 640 Mill. DM, teilte die Tchibo Holding AG am Donnerstag in Hamburg mit.

Der Umsatz des Konzerns, zu dem die Tchibo Frisch-Röst GmbH-Kaffee sowie die Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH (beide Hamburg) gehören, legte von 19,1 Mrd. DM auf 19,7 Mrd. DM zu. Nach Abzug der Tabaksteuer bleibe ein Zuwachs von drei Prozent auf 10,5 Mrd. DM. Die weiter gesteigerte Ertragskraft der beiden Konzernbereiche sowie ein erhöhtes Beteiligungsergebnis von Beiersdorf (Nivea) führten zu dem Rekordergebnis. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 21 000 Mitarbeiter. Die Holding sucht für die Führung des Konzerns einen familienfremden Manager. Tchibo-Chef Günter Herz scheidet wegen langjähriger Streitigkeiten mit seinen Geschwistern nach mehr als 35 Jahren an der Spitze des Familienunternehmens Ende 2001 aus. Das traditionsreiche Unternehmen gehört komplett der Gründerfamilie Herz.

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