Konzern-Umsatzziel für 2002 bekräftigt
Boeing verfehlt Analystenprognosen

Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing hat im ersten Quartal deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum und die Prognosen der Analysten verfehlt.

Reuters CHICAGO. Der Gewinn vor Sonderposten sei um 21 Prozent auf 602 Millionen Dollar oder 75 Cent je Aktie gefallen, teilte Boeing am Mittwoch in Chicago mit. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten durchschnittlich mit 85 Cent Gewinn je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg auf 13,8 Milliarden Dollar von 13,3 Milliarden Dollar vor Jahresfrist.

Für die Abschreibung von Firmenwerten musste Boeing den Angaben nach eine Sonderbelastung von 1,8 Milliarden Dollar verbuchen. Inklusive dieses Sonderpostens verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust je Aktie von 1,54 Dollar. In den vergangenen Jahren hatte Boeing Unternehmen für Milliardenbeträge zugekauft. Allein für den Satellitenhersteller Hughes Electronics zahlte Boeing vor zwei Jahren etwa 3,85 Milliarden Dollar.

Die in Seattle ansässige Sparte für Zivilflugzeuge habe einen geringfügigen Umsatzrückgang auf 8,3 (Vorjahreszeitraum 8,4) Milliarden Dollar verzeichnet, hieß es weiter. Die operative Marge habe der Konzern aber im Zuge von Kostensenkungen und gestiegenen Verkäufen von lukrativen Großraum-Flugzeugen binnen Jahresfrist auf 12,1 Prozent von 10,2 Prozent verbessert.

Auch der Personalabbau verlaufe derzeit nach Plan, teilte Boeing mit. Im Zuge der geplanten Kapazitätshalbierung bei Verkehrsflugzeugen will Boeing bis Mitte des Jahres etwa 30.000 Arbeitsplätze in dieser Sparte streichen. "Sie sind auf dem Weg hinunter auf ein niedriges Produktionsniveau", sagte Analyst Paul Nisbet von JSA Research. "Mit dieser Entwicklung im Hinterkopf haben sie sich sehr gut geschlagen, sogar viel besser, als sie es wahrscheinlich in den nächsten zwei oder drei Quartalen schaffen werden."

Für das Gesamtjahr bekräftigte Boeing sein Konzern-Umsatzziel von 54 Milliarden Dollar. Im kommenden Jahr will das Unternehmen 52 Milliarden Dollar umsetzen. Dabei wird mit einem steigenden Anteil aus dem Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft gerechnet, mit dem die rückläufigen Flugzeugverkäufe aufgefangen werden sollen. In diesem Jahr will Boeing 380 Flugzeuge auszuliefern nach 527 im Vorjahr. Für das kommende Jahr peilt der Konzern sogar nur 275 Auslieferungen an.

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