Konzern will Schadenersatz von Ex-Spitzenmanager
Vivendi muss Messier den Abgang vergolden

Rückschlag für den französisch-amerikanische Medienkonzern Vivendi Universal: Zum zweiten Mal hat ein US-Gericht dem ehemaligen Verwaltungsratschef Jean-Marie Messier eine millionenschwere Abfindung zugesprochen. Doch der Konzern will gegen den Richterspruch kämpfen.

HB PARIS. Ein US-Gericht habe angeordnet, dass das Unternehmen die von Messier geforderte Abfindung in Höhe von 20,5 Mill. ? an Messier zahlen müsse, teilte Vivendi am Montag in Paris mit. Zugleich kündigte das Unternehmen an, "alle rechtlichen Mittel" auszuschöpfen, um die Zahlung nicht leisten zu müssen. Dazu zähle eine Berufung ebenso wie ein Antrag auf eine Verfügung, um den Vollzug des Richterspruchs auszusetzen.

Bereits im Juni hatte ein New Yorker Gericht Vivendi zur Zahlung der Abfindung an Messier verurteilt. Dagegen hatte der Konzern in den USA Berufung eingelegt.

Vor einem Pariser Handelsgericht hatte Vivendi dagegen im August Recht bekommen. Dieses hatte dem Unternehmen zudem zugestanden, von Messier und anderen ehemaligen Mitgliedern des Verwaltungsrates Schadenersatz fordern zu dürfen.

Vivendi hatte Messier im Juli 2002 ohne Abfindung entlassen, nachdem immer mehr Investoren dem Manager wegen der hohen Verschuldung des Konzerns das Vertrauen entzogen hatten. Messier hatte den ehemaligen Wasserversorger und Entsorger zu einem der weltweit größten Medien- und Unterhaltungskonzerne ausgebaut und dabei Schulden in Milliardenhöhe angehäuft. In den USA haben Vivendi-Aktionäre Sammelklagen gegen Messier angestrengt. Darin wird ihm Irreführung und die Verschleierung der wahren Lage des Unternehmens vorgeworfen.

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