Konzern will sich künftig an amerikanische Bestimmungen halten
US-Börsenaufsicht stellt Verfahren gegen Eon ein

Der Mischkonzern Eon wahrt sein Gesicht, indem er versichert, sich künftig an amerikanische Standards zu halten. Die besagen: Ein Unternehmen darf seine Aktionäre nicht durch falsche Dementi schädigen. Ob Veba und Viag zu Unrecht im Vorjahr Berichte über ein Zusammengehen zurückgewiesen haben, bleibt ungeklärt.

ap WASHINGTON. Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat das Verfahren gegen den aus Veba und Viag fusionierten Konzern Eon am Donnerstag eingestellt. Zu den von der SEC erhobenen Betrugsvorwürfen in Zusammenhang mit der Fusion erklärte der Konzern, er werde sich künftig an amerikanisches Recht halten. Gegen Eon, das die Vorwürfe weder zugegeben noch ihnen widersprochen hat, wurde keine Geldstrafe verhängt.

Die Behörde warf Veba vor, im Juli und August 1999 Medienberichte über Fusionsverhandlungen mit Viag dementiert zu haben. Laut SEC trafen beide Unternehmen jedoch Ende Juli umfangreiche Vorbereitungen für eine Fusion. Die öffentlichen Dementi von Veba, deren Aktien auch an der New Yorker Börse gehandelt wurden, hätten in den USA viele Investoren verwirrt. Damals hielten US-Anleger etwa elf Prozent der Veba-Anteile im Wert von 3,3 Mrd. $ (7,3 Mrd. Mark/3,7 Mrd. Euro).

Die Fusion von Veba und Viag zu Eon wurde im Juni abgeschlossen. Es war das erste Mal, dass die US-Börsenaufsicht gegen ein ausländisches Unternehmen wegen mutmaßlich falscher Erklärungen zu einer Fusion vorging.



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