Konzern will Zeitungsangaben nicht kommentieren
Verkauf des restlichen Telekom-Kabelnetzes gefährdet

Der Verkauf des Telekom-Fernsehkabels gerät wieder ins Stocken. Der Chef der US-Holdinggesellschaft Liberty Media Group, John Malone, hat grundlegende Nachverhandlungen an einem bereits Ende Februar unterzeichneten Letter of Intent gefordert.

afp HAMBURG/BONN. Der milliardenschwere Verkauf des bei der Deutschen Telekom verbliebenen Kabelnetzes ist nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" in Gefahr. Ein Scheitern der Gespräche mit der britisch-amerikanischen Investorengruppe Liberty Media/Klesch sei wegen "substanzieller Nachforderungen" der Kaufinteressenten nicht mehr auszuschließen, berichtete die Wirtschaftszeitung am Freitag. Bei einem Platzen entgingen dem unter Schulden in Milliardenhöhe leidenden Ex-Monopolisten demnach Einnahmen in Höhe von fünf Milliarden Euro (knapp 9,8 Milliarden Mark). Die Telekom lehnte jeden Kommentar zu dem Bericht ab. Über den im Februar angekündigten Verkauf liefen derzeit noch vertrauliche Verhandlungen, sagte ein Konzernsprecher. "Wir kommentieren Zwischenstände nicht."

Die Telekom hatte in den vergangenen Jahren Mehrheiten an ihrem Kabelnetz in mehreren Großregionen verkauft, darunter Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen. Im Februar hatte der Konzern per Absichtserklärung mit Liberty Media/Klesch vereinbart, dass die Investoren jeweils 55 Prozent an den sechs übrigen Netzen kaufen. Dabei handelt es sich um Fernseh- und Radiokabel in Bayern, Berlin/Brandenburg, Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen/Bremen, Rheinland-Pfalz/Saarland sowie in Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen. Der Deal sollte zur Jahresmitte über die Bühne gehen.

Das Telekom-Netz ist mit 18 Millionen Anschlüssen der bundesweit größte Zugang zum Fernsehen. Investoren aus dem Ausland wollen das Netz schrittweise für Breitband-Multimedia ausbauen und dann interaktives Fernsehen und schnelles Internet aus einer Hand anbieten.

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