Konzern wird geteilt
Milliardär will Kvaerner Warnow Werft übernehmen

dpa OSLO/ROSTOCK. Der norwegische Multimilliardär Kjell Inge Rökke ist an der Übernahme der Kvaerner Warnow Werft in Warnemünde vom ebenfalls norwegischen Kvaerner-Konzern interessiert. Wie ebenfalls am Wochenende in Oslo bekannt wurde, plant der norwegisch- britische Konzern unabhängig davon die Ausgliederung aller Schiffbau- sowie anderer Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft innerhalb der Öl- und Gasindustrie gehören.

Kvaerner-Vorstandschef Kjell Almskog bestätigte am Samstag in der Osloer Zeitung "Aftenposten", habe es in dieser Woche bereits einen Besuch des Rökke-Unternehmens Aker in Warnemünde gegeben. Allerdings seien darauf bisher noch keine konkreten Verhandlungen gefolgt.

Zur Aufteilung des Gesamtkonzerns in mehrere völlig voneinander selbstständige Einheiten hieß es in einer Pressemitteilung, damit solle die Handlungsfähigkeit Kvaerners vor allem im Kerngeschäft erhöht werden. Kvaerner, bis Mitte der neunziger Jahre Europas größtes Schiffbauunternehmen, hat das Warnemünder Tochterunternehmen wie alle anderen Werftaktivitäten in Norwegen, Finnland, Schottland und den USA seit mehreren Jahren zum Verkauf angeboten. Hauptproblem für den Verkauf der als erfolgreich geltenden deutschen Tochter war ein anhaltender Streit mit der EU um von Brüssel zurückgeforderte Subventionszahlungen.

Rökke ist bereits als einflussreicher Minderheitenaktionär bei Kvaerner beteiligt. Mehrere Anläufe von ihm zur Übernahme der Aktienmehrheit wurden von der Kvaerner-Führung als feindlicher Übernahmeversuch bekämpft. "Aftenposten" berichtete, dass Rökke auch 1999 an den Werften von Kvaerner in Finnland und Norwegen interessiert gewesen sei, sich aber plötzlich und ohne öffentliche Angabe von Gründen aus den bereits weit gediehenen Übernahmeverhandlungen zurückgezogen habe.

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