Konzernbereiche müssen Kapitalkosten erwirtschaften: Wyser-Pratte hat weitere deutsche Firmen im Auge

Konzernbereiche müssen Kapitalkosten erwirtschaften
Wyser-Pratte hat weitere deutsche Firmen im Auge

Er sehe sich noch andere Gesellschaften aus verschiedenen Geschäftszweigen in Deutschland an, um auch bei ihnen Wege zur Vermehrung des Wertes für die Aktionäre aufzuzeigen, sagte Wyser-Pratte im vergangenen Juni in Berlin. Konkret bereite er momentan ein Investment bei einem börsennotierten Unternehmen in der deutschsprachigen Region vor.

vwd BERLIN. Als Zielländer erwähnte er neben Deutschland die Schweiz und Österreich. In der Bundesrepublik sieht Wyser-Pratte, der seit Jahrzehnten an der Wall Street eine Investmentgesellschaft betreibt, erhebliches "Restrukturierungspotenzial". Der mit der Unternehmenssteuerreform ausgelöste Entflechtungsprozess, das nahende Ende der Überkreuzbeteiligungen in der Konzernlandschaft, trage zur Schaffung einer weitaus größeren Liquidität am Markt bei.

Neben Deutschland und den angrenzenden Staaten plant Wyser-Pratte auch Investionen in Osteuropa. Hier führte er Tschechien, die Slowakei und Ungarn an. In der Region habe man eine breite Auswahl, um bei unterbewerteten Gesellschaften für mehr Shareholder Value zu sorgen. "Im Osten Europas wird mit den Minderheitenrechten der Aktionäre zu viel Missbrauch betrieben", betonte der 61-jährige Amerikaner. Er werde dort einschreiten, so bald es ihm möglich sei.

Derzeit ist Wyser-Pratte außer in Deutschland noch in Frankreich, Großbritannien und Belgien bei insgesamt rund 15 Gesellschaften engagiert. Der von ihm geführten Firma Wyser-Pratte & Co Inc stünden Fondsmittel von 550 Mill. USD zur Verfügung. Momentan sei er dabei, einen zweiten Fonds in ähnlicher Größenordnung aufzulegen. Die Mittel will er ebenfalls in Gesellschaften zur Verbesserung der Corporate Governance stecken.

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