Konzernbetriebsrat wehrt sich gegen die Pläne: Gruner + Jahr will Wirtschaftspresse nach Hamburg verlagern

Konzernbetriebsrat wehrt sich gegen die Pläne
Gruner + Jahr will Wirtschaftspresse nach Hamburg verlagern

Der Vorstand des Hamburger Zeitschriftenhauses Gruner + Jahr (Stern, Geo) will am kommenden Montag auf einer Sitzung die Verlagerung seiner drei Wirtschaftstitel "Capital", "Impulse" und "Börse Online" von Köln und München nach Hamburg beschließen.

HAMBURG. Der Aufsichtsrat der Bertelsmann-Tochter soll dann am Mittwoch die Entscheidung des Vorstands absegnen. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Konzerns sowie der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Ein G+J-Sprecher wollte sich zu den Terminen auf Anfrage nicht äußern. "Wir haben erklärt, dass wir Anfang des Jahres eine Entscheidung treffen wollen."

Im Vorfeld der Sitzung hat sich die Spitze des G + J-Konzernbetriebsrats in einem Schreiben an den zuständigen G+J-Vorstand Achim Twardy vehement gegen die Pläne gewehrt, da sie einen erheblichen Mitarbeiterabbau zur Folge haben, erfuhr das Handelsblatt aus Verdi-Kreisen. Denn der Hamburger Printriese hofft, dass viele Arbeitnehmer den Standortwechsel nicht mitmachen. Von der Verlagerung betroffen sind insgesamt mehr als 200 Verlagsmitarbeiter, davon rund 130 Redakteure.

Gruner + Jahr will mit der Verlegung der Redaktionen Kosten in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe einsparen. Dies soll unter anderem auch aus einer engeren redaktionellen, anzeigen- sowie vertriebsseitigen Verzahnung zwischen der Wirtschafts-Tageszeitung "Financial Times Deutschland" (FTD) und den drei Magazinen resultieren. An der FTD sind Gruner + Jahr sowie die britische Pearson-Gruppe jeweils mit 50 % beteiligt.

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