Konzernergebnis auf Vorjahresniveau
BWT steckt fest

Der Wasseraufbereiter BWT AG hat 2002 seine im Oktober des Vorjahres reduzierte Gewinnerwartung erfüllt. BWT habe 2002 nach vorläufigen Zahlen bei einem Konzernumsatz von 431,0 (419,5) Millionen Euro ein Konzernergebnis von 15,1 (15,2) Millionen Euro erzielt, gab das Unternehmen bekannt.

Reuters WIEN. Zum Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr wurden keine Angaben gemacht. Den Auftragsstand zum 31. Dezember 2002 nannte die nach International Accounting Standards (IAS) bilanzierende BWT mit 118,7 (115,1) Millionen Euro.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien 2002 vor allem im Industriebereich sowie auf dem für BWT wichtigen deutschen Markt schwierig gewesen, so das Unternehmen. Margendruck im Halbleitergeschäft sowie ein deutlich negatives Ergebnis bei der im Kraftwerksbereich tätigen englischen Tochter Kennicott hätten das Ergebnis im Segment Aqua Systems Technologies (AST) belastet. Bei Kennicott seien die nötigen Kapazitätsanpassungen inzwischen durchgeführt, mit dem Pharmageschäft sei dort ein zweites Standbein eröffnet worden.

Die unbefriedigende Ergebnissituation bei AST sei durch eine positive Entwicklung im Bereich Aqua Ecolife Technologies (AET) ausgeglichen worden. Das Minus im Bereich Fuel Cell Membrane Technologies (FCMT) sei 2002 geringer ausgefallen als im Vorjahr.

Das Geschäftssegment AET, das vor allem in der Trinkwasseraufbereitung für Privathäuser und Wohnanlagen tätig ist, habe den Umsatz um 4,8 Prozent auf 258,1 (246,4) Millionen Euro gesteigert. Dabei seien in allen wichtigen Märkten Zuwächse erzielt worden. Sogar auf dem besonders unter der Wirtschaftsstagnation leidenden deutschen Markt habe BWT ein Umsatzplus von 3 Prozent erreicht, was bei einem rückläufigen Markt deutliche Marktanteilsgewinne bedeute.

Der Geschäftsbereich AST - das BWT-Industrie- und Kommunalgeschäft - habe trotz des Markteinbruches in der Halbleiter- und Kraftwerksindustrie mit 172,2 (171,8) Millionen Euro Umsatz das Vorjahresniveau gehalten. Der Rückgang im Verkauf von Halbleiter- und Kraftwerksanlagen sei durch Umsatzsprünge in der Getränkeindustrie sowie im kommunalen Trink- und Abwassergeschäft ausgeglichen worden.

Als nicht zufriedenstellend bezeichnte BWT die Entwicklung im dritten Geschäftssegment, FCMT), in dem die BWT-Tochter FuMA-Tech Spezialmembranen für den Einsatz in Brennstoffzellen entwickelt und vertreibt. Es seien zwar in der Grundlagenforschung und in den Produkttests 2002 bedeutende Fortschritte erzielt worden, der Absatz von Membranen habe aber auf 0,7 (1,3) Millionen Euro abgenommen.

Die Bankschulden seien 2002 um mehr als 20 Millionen Euro reduziert worden, hieß es ohne genauere Angaben. Neue Aussagen zur Dividende wurden von BWT nicht gemacht. Im Oktober hatte BWT allerdings angekündigt, die Dividende für 2002 auf 0,24 (0,22) Euro je Aktie erhöhen zu wollen. BWT notierte zuletzt mit 9,39 Euro. Seit Jänner liegt die Aktie 2,6 Prozent im Minus.

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