Konzerngewinn klettert im ersten Quartal um 19 Prozent
Schering verdoppelt Ergebnisprognose

Einen Tag vor der Hauptversammlung am Donnerstag hat der Berliner Pharmakonzern Schering AG seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2001 deutlich heraufgesetzt.

mhm BERLIN. Hatte der Konzern, dessen langjähriger Vorstandschef Giuseppe Vita heute in den Aufsichtsrat wechseln soll, erst Mitte März ein Ergebniswachstum von 10 bis 11 % angedeutet, so rechnet Finanzvorstand und Vizevorstandschef Klaus Pohle nun auf Basis der ersten drei Monate mit einem deutlich höheren Jahresergebnis: "Alles in allem haben wir den Mut, unsere bisherige Vorausschau für das laufende Jahr von 10 bis 11% Ergebnis-Wachstum auf 15 bis 20 % praktisch zu verdoppeln", sagte Pohle dem Handelsblatt.

Für das erste Quartal weist Schering beim Konzerngewinn ein Plus von 19 % auf 126 Millionen Euro aus. Der Zuwachs beim Betriebsgewinn fällt mit 2 % auf 192 Millionen Euro vergleichsweise schwach aus. Der Umsatz stieg um 11 % auf 1,157 Milliarden Euro.

Wesentliche Gründe für das Ergebnisplus seien das sehr gute Geschäft mit Verhütungsmitteln. Hier hätten die meisten Präparate hohe zweistellige Zuwachsraten erwirtschaftet. In Europa und Lateinamerika seien Anti-Baby-Pillen und Hormonprodukte hervorragend gelaufen - nur in Deutschland nicht.

Neue Anti-Baby-Pille

Schering sei es gelungen, den massiven Einbruch des Herz-Präparates Betapace um 68 % in den USA nach Auslaufen des Patentschutzes, weitgehend wettzumachen, freute sich Pohle. In den USA, wo Schering den Umsatz in 5 Jahren verdoppeln will, habe das Plus so nur 4 % betragen. Hier werde sich die Geschäftslage dann wieder bessern, wenn die in Deutschland schon sehr gut aufgenommene neue Anti-Baby-Pille Yasmin und das Hämatologieprodukt Campath in den USA eingeführt werden. Das soll noch 2001 geschehen, weshalb erste Ergebnisbeiträge hier 2002 zu erwarten seien.

Die 24 Prozent-Beteiligung an Aventis Crop Science, bringt nach einem Verlust 2000 wieder einen Ertrag. Hier rechnet Pohle aufs Jahr gerechnet bei wachsendem Geschäft nach Good-will-Abschreibungen "mit etwas über 30 Millionen Euro". Das wäre in dem saisonabhängigen Pflanzenschutzgeschäft etwas mehr als die 28 Millionen Euro, die Schering im ersten Quartal verbuchte.

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