Konzernüberschuss rückläufig
Eon schafft Trendwende im Energiebereich

Nach Jahren sinkender Strompreise und einbrechender Gewinne hat der Düsseldorfer Eon-Konzern die Trendwende im Energiebereich geschafft. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres habe das Betriebsergebnis im Energiebereich erstmals seit der Liberalisierung der Märkte wieder über dem entsprechenden Vorjahreswert gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in seinem Zwischenbericht mit.

ap DüSSELDORF. Doch nicht nur der Strom- und Gasmarkt machte dem Düsseldorfer Mischkonzern Freude. Auch insgesamt glänzte die Unternehmensbilanz. Trotz leichter Umsatzrückgänge stieg das Konzern-Betriebsergebnis um 52 % auf knapp zwei Mrd. ? (3,9 Mrd. DM) an. Ausschlaggebend dafür war nach Unternehmensangaben vor allem der Verkauf der verlustreichen Telekommunikationsbeteiligungen E-Plus und Cablecom. Auch im Gesamtjahr werde das Betriebsergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen werden, kündigte das Unternehmen an. Allerdings würden sich die in den ersten sechs Monaten erzielten hohen Steigerungsraten nicht halten lassen.

Dagegen wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, in das auch die Einnahmen aus Firmenverkäufen eingehen, im laufenden Jahr deutlich schwächer ausfallen als im Vorjahr. Denn im Jahr 2000 hatte der Konzern durch den Verkauf seiner Telekommunikationstöchter mehr als vier Mrd. DM eingenommen. In diesem Jahr würden - auch im Hinblick auf die ab 2002 geltenden Steurerleichterungen auf Veräußerungsgewinne - keine vergleichbaren Gewinne aus Desinvestitionen erzielt, betonte das Unternehmen. Dabei stehen große Teile des Konzerns auf der Verkaufsliste, darunter die Chemietochter Degussa, die Immobilientochter Viterra und das Traditionsunternehmen VAW aluminium.

Zukäufe zahlen sich aus

In seinem Kerngeschäftsfeld Energie konnte Eon seine Stromlieferungen in der ersten Jahreshälfte durch die Akquisition des schwedischen Energieversorgers Sydkraft und ein erheblich höheres Handelsvolumen um 27 % steigern. Der Gasabsatz erhöhte sich durch die Übernahme von Hein Gas um elf Prozent. Auch für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einer leichten Verbesserung des Betriebsergebnisses.

Doch auch die auf der Verkaufsliste stehenden Tochterunternehmen VEBA Oel, Viterra, Stinnes und VAW aluminium erzielten deutliche Ergebniszuwächse. Die Mineralöltochter VEBA Oel, die zum Jahreswechsel von BP übernommen wird, steigerte ihr Betriebsergebnis vor allem dank höherer Raffineriemargen sogar um 456 % auf 189 Mill. ?. Dagegen sank das Betriesergebnis der Chemietochter Degussa um 20 % auf 288 Mill. ?.

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