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Konzernumbau bringt Mannheimer MVV Ergebnisrückgang

Der Konzernumbau beim Mannheimer Energieversorger MVV hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2003/04 (30. September) zu einem starken Ergebnisrückgang geführt. Der unbereinigte Überschuss lag bei acht Mill. € nach 175 Mill. € im Vorjahreszeitraum, teilte das im Sdax notierte Unternehmen am Montag in Mannheim mit. Für das Gesamtjahr schloss Vorstandschef Rudolf Schulten ein negatives Ergebnis nicht aus. Für das Geschäftsjahr 2004/05 rechnet die MVV nach Angaben eines Sprechers wieder mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung.

dpa-afx MANNHEIM. Der Konzernumbau beim Mannheimer Energieversorger MVV hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2003/04 (30. September) zu einem starken Ergebnisrückgang geführt. Der unbereinigte Überschuss lag bei acht Mill. ? nach 175 Mill. ? im Vorjahreszeitraum, teilte das im Sdax notierte Unternehmen am Montag in Mannheim mit. Für das Gesamtjahr schloss Vorstandschef Rudolf Schulten ein negatives Ergebnis nicht aus. Für das Geschäftsjahr 2004/05 rechnet die MVV nach Angaben eines Sprechers wieder mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung.

Das unbereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag den Angaben zufolge bei 86 Mill. nach 252 Mill. ? im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auf die Ergebnisse hatten vor allem Restrukturierungskosten gedrückt. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 9 % auf 1,25 Mrd. ?. Zur Umsatzverbesserung hatten den Angaben zufolge vor allem die Geschäftsbereiche Strom und Gas beigetragen, die die witterungsbedingten Einbußen im Fernwärmegeschäft in Mittel- und Osteuropa ausgleichen konnten. Die MVV-Aktie stieg am späten Nachmittag um 0,38 % auf 13,20 ?. Der Sdax gewann gleichzeitig 0,33 % auf 2 696,60 Punkte.

Bereinigte Ergebnisse Über Vorjahreszeitraum

Bereinigt betrug der Überschuss 49 Mill. ? und lag damit über den 44 Mill. ? des Vorjahreszeitraums. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um gut 3 % auf 127 Mill. ?. Bei der MVV waren von Oktober 2003 bis Juni 2004 Sonderaufwendungen in Höhe von 41 Mill. ? unter anderem wegen der Umstrukturierung und Ausgliederung des Powerlinegeschäfts sowie dem Verkauf der defizitären Awatech Gmbh angefallen.

Die Portfoliobereinigung soll laut Schulten bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein. Insgesamt hat der fünftgrößte deutsche Stromkonzern Einmalaufwendungen von 52 Mill. ? veranschlagt. Im Vorjahr hatte das Unternehmen vor allem von dem Verkauf der Anteile an der Gasversorgung Süddeutschland Gmbh (GVS) profitiert, der knapp 140 Mill. ? in die Kasse spülte.

Ausblick

Für das Gesamtjahr 2003/2004 (Ende September) erwartet der fünftgrößte deutsche Stromkonzern eine leichte Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Beim Ebit bekräftigt das Unternehmen seine Prognose und rechnet auf Grund eines schwierigen Wettbewerbsumfelds weiterhin mit einem Rückgang gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert von 121 Mill. ?. Dieser Rückgang sollte im einstelligen Prozentbereich liegen.

Die MVV Energie will neben den Energiedienstleistungen vor allem im Stadtwerkegeschäft sowie im Umweltbereich profitabel wachsen. Hierzu beitragen sollen insbesondere die neuerworbenen Stadtwerke Kiel, die ab Ende des laufenden Geschäftsjahres einbezogen werden.

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