Konzernumbau drückt Ergebnis
Pfleiderer macht Verlust vor Steuern

Der Bauzulieferer Pfleiderer rechnet im laufenden Jahr auf Grund außerordentlicher Belastungen durch den Verkauf des defizitären Türen-Geschäfts mit Verlusten.

HB/dpa NEUMARKT. Der Fehlbetrag vor Steuern (EBT) werde sich auf 25 bis 30 Mill. Euro belaufen, sagte Vorstandschef Ralf H. Bufe am Freitag in Neumarkt in der Oberpfalz. Für 2003 peile Pfleiderer wieder ein stabiles positives Ergebnis an. "Auch wenn wir keine nachhaltige Belebung der Wirtschaftslage erwarten, gehen wir mit wesentlich verbesserten Voraussetzungen in das neue Geschäftsjahr", sagte Bufe.

Im dritten Quartal 2002 seien die angekündigten Verkäufe zur strategischen Neuausrichtung des Konzerns abgeschlossen worden. Die Erlöse aus der Veräußerung des Bauzuliefer-Geschäfts in Höhe von rund 235 Mill. Euro würden zum Abbau der Netto-Konzernverschuldung um rund 40 % verwendet. "Durch den Abbau der Verbindlichkeiten schaffen wir die finanzielle Grundlagen für eine solide, unabhängige und langfristig positive Unternehmensentwicklung", sagte Bufe.

Bedingt durch den Preisdruck im Geschäft mit Holzwerkstoffen war das operative Ergebnis des Traditionsunternehmens in den ersten neun Monaten 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34 % auf 23,7 Mill. Euro eingebrochen. Einschließlich Sondereffekten durch den Buchverlust beim Verkauf des Tür-Geschäfts habe das Unternehmen auf dieser Basis einen Verlust von 28,1 Mill. Euro gemacht. Der Umsatz ging bis zum 30. September um zwei Prozent auf rund 786 Mill. Euro zurück.

Anfang Mai hatte Pfleiderer angekündigt, sich angesichts der lahmenden Baukonjunktur in Deutschland von der Dämmstoffproduktion sowie vom Fenster- und Türengeschäft zu trennen und sich künftig auf seine beiden anderen großen Geschäftsbereiche Holzwerkstoffe und Infrastrukturtechnik zu konzentrieren. In diesen Geschäftsfeldern ist Pfleiderer vor allem Zulieferer für die Möbelindustrie und die Telekommunikationsbranche.

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