Konzernumsatz geschrumpft: Dürr senkt nach Gewinneinbruch Dividende

Konzernumsatz geschrumpft
Dürr senkt nach Gewinneinbruch Dividende

Nach einem Gewinneinbruch im Jahr 2002 verschärft der Stuttgarter Lackieranlagen-Bauer Dürr sein Kostensenkungsprogramm. Die Dividende soll gekürzt werden.

Reuters STUTTGART. Das Ergebnis vor Steuern sei im vergangenen Jahr wie befürchtet auf 22,6 (2001: 39,8) Mill. ? zurückgegangen, teilte das in den Kleinwerte-Index SDax abgestiegene Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Grund dafür seien vor allem 20 Mill. ? an Restrukturierungskosten für die Darmstädter Messtechnik-Tochter Carl Schenck. Der Konzernumsatz schrumpfte um fünf Prozent auf 2,08 Mrd. ?. Auch im laufenden Jahr sei nicht mit einer Verbesserung des konjunkturellen Umfeldes zu rechnen. Der hohe Auftragsbestand soll Dürr aber zu stabilen Umsätzen und Gewinnen verhelfen. An die Aktionäre sollen für 2002 nur noch 0,80 (1,10) Euro je Aktie ausgeschüttet werden.

Mit dem Gewinn traf Dürr die im November 2002 reduzierten Erwartungen. Ursprünglich hatte das Unternehmen mit einem, um Sondereffekte bereinigt, stabilen Vorsteuerergebnis gerechnet. Der frühere Bosch-Manager Stephan Rojahn hatte zum 1. Januar Hans Dieter Pötsch an der Spitze von Dürr abgelöst, der als Vorstand zum VW-Konzern wechselte. "Wir brauchen jetzt eine Konsolidierungsphase", hatte Rojahn Reuters noch vor seinem Amtsantritt gesagt.

Das vor zwei Jahren eingeführte Ertragssteigerungsprogramm "Sprint" werde nunmehr forciert, sagte eine Sprecherin. Neben Einsparungen im Vertrieb, der Verwaltung und im Einkauf geht Rojahn auch an die Strukturen. Alle Standorte und das Portfolio würden überprüft, sagte die Sprecherin. In der amerikanischen Autostadt Detroit habe Dürr durch die zahlreichen Akquisitionen der vergangenen Jahre allein neun Niederlassungen angesammelt. Stellenstreichungen stünden nicht im Vordergrund, hieß es. Mit Hilfe des Programms soll die Umsatzrendite vor Steuern mittelfristig - also in drei bis fünf Jahren - wieder auf fünf Prozent steigen. 2002 sank die Vorsteuerrendite noch auf 1,1 von 1,8 %.

Hoffnung für das laufende Jahr macht Dürr der hohe Bestand an Aufträgen vor allem für komplette Lackieranlagen. Hatten Ende 2002 schon Aufträge über 1,38 (Ende 2001: 1,17) Mrd. ? vorgelegen, waren es Ende des ersten Quartals 2003 bereits knapp 2,1 Mrd. ?. Von GM hatte Dürr im März den größten Auftrag der Firmengeschichte bekommen, der eine Milliarde Euro umfasst. Der Umsatz im ersten Quartal blieb vorläufigen Angaben zufolge mit 396 (395) Mill. ? konstant. Der Verlust vor Steuern sei gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum auf fünf (minus 14,8) Mill. ? begrenzt worden.

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