Konzernumsatz stieg um sieben Prozent
Altana enttäuscht trotz Gewinnsprung

Kräftige Erlöse mit dem umsatzstarken Magenmittel Pantoprazol haben dem Bad Homburger Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana im ersten Halbjahr erneut zu einem Gewinnsprung verholfen. Mit seinen Ergebnis-Zahlen lag Altana jedoch am unteren Ende der Analystenprognosen.

Reuters FRANKFURT. "Nach dem positiven Geschäftsverlauf in den ersten sechs Monaten gehen wir auch für die zweite Jahreshälfte von einer operativ unverändert erfreulichen Geschäftsentwicklung aus", teilte Altana am Montag vor Börsenbeginn mit. Im ersten Halbjahr 2003 legte das operative Ergebnis (Ebit) um 24 Prozent auf 324 Mill. ? zu. Damit lag Altana jedoch am unteren Rand der Prognosen von Analysten, die zwischen 310 und 392 Mill. ? erwartet hatten. Der Konzernumsatz nahm binnen Jahresfrist um sieben Prozent auf 1,4 Mrd. ? zu.

Händler zeigten sich vor Börsenbeginn etwas enttäuscht von den Zahlen. "Altana ist wie Schering wieder eine leichte Enttäuschung aus dem Pharma-Sektor. Das dürfte die Titel zunächst mal unter Druck setzen", sagte ein Händler in Frankfurt. Vorbörslich lag der Altana-Aktienkurs ein knappes Prozent im Minus. Am Freitag hatte der Anteilsschein mit 53,75 ? geschlossen.

"Wir bleiben weiter auf Kurs, in diesem Jahr wieder ein zweistelliges operatives Wachstum zu erzielen", erläuterte Konzernchef Nikolaus Schweickart. Dabei gehe Altana allerdings wegen des starken zweiten Halbjahres 2002 für die zweite Jahreshälfte von einer Abschwächung der bisherigen Wachstumsdynamik aus. In Euro gerechnet erwartet der Konzern bei dem aktuellen Wechselkurs der Gemeinschaftswährung ein gut einstelliges Umsatzwachstum. Das Konzernergebnis werde deutlich stärker zulegen als der Umsatz, wobei - wenn der Euro nicht weiter steigt - das Wachstum zweistellig ausfallen soll.

Im ersten Halbjahr stieg der Konzerngewinn um 16 % auf 193 Mill. ?. Kräftiges Wachstum bescherte dem Konzern erneut der Umsatzbringer Pantoprazol der Pharmasparte. Mit dem Mittel erzielte Altana einen Eigenumsatz - also ohne die Vertriebspartner - von 560 Mill. ?, was einem Plus von 30 % entspricht. Insgesamt nahm in der Pharmasparte der Umsatz um zwölf Prozent auf 982 Mill. ? zu. In der Chemiesparte gingen die Erlöse dagegen auf Grund der schwierigen Konjunktur auf 376 Mill. ? zurück nach 389 Mill. ? im Vorjahreszeitraum.

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