Kooperation beendet
Dresdner beendet Zusammenarbeit in Osteuropa mit BNP

Den beiden Banken aus den größten Volkswirtschaften der Euro-Zone ist weiter aneinander gelegen - jedoch will die Dresdner zukünftig stärker die Gebiete Investmentbanking und Vermögensverwaltung forcieren.

Reuters PRAG. Die Dresdner Bank wird in Osteuropa ihre Kooperation mit der französischen Großbank BNP/Paribas beenden, behält nach den Worten ihres Vorstandssprechers Bernd Fahrholz aber ihr freundschaftliches Verhältnis zur BNP bei. Die Zusammenarbeit sei unter anderem beendet worden, da nicht die ausreichende Marktgröße erreicht wurde, sagte Fahrholz am Sonntag vor Journalisten in Prag am Rande der Jahrestagung von IWF/Weltbank. Auch bestehe nach der Übernahme von Paribas durch BNP 1999 teilweise ein Konkurrenzverhältnis. Während sich die Osteuropa-Aktivitäten der Dresdner Bank wie im Falle der Zusammenarbeit mit BNP/Paribas auf das herkömmliche Bankgeschäft konzentrierten, werde das Geldhaus jetzt das Investmentbanking und die Vermögensverwaltung in der Region forcieren.

In Russland wolle die Dresdner Bank eine Vermögensverwaltungsgesellschaft gründen. Zudem werde die Bank gemeinsam mit einem großen institutionellen US-Investor in einigen Wochen einen Osteuropa Aktienfonds auflegen, sagte Fahrholz weiter.



BNP bleibt weiter "ausgesuchter Partner"

Unklar ist, wie sich die sonstige Zusammenarbeit mit der BNP/Paribas gestalten werde. Noch am Samstagabend habe Fahrholz in Prag mit BNP/Paribas-Chef Michel Pebereau gesprochen, wollte aber keine Einzelheiten nennen. Fahrholz machte aber klar, dass die beiden Banken aus den größten Volkswirtschaften der Euro-Zone an einer Zusammenarbeit gelegen sei: "BNP bleibt unser ausgesuchter Partner, es stellt sich nur die Frage, wie wir unsere Zusammenarbeit auf anderen Gebieten weiterentwickeln können."

Dresdner Bank und BNP/Paribas hatten im Frühjahr bereits ihre Kooperation in Rumänien beendet. Derzeit bestehen noch Gemeinschaftsunternehmen in der Tschechischen Republik, Polen, Ungarn, Bulgarien, Kroatien und Russland. Dresdner und BNP halten eine gegenseitige Kapitalbeteiligung von jeweils unter 1 %.

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