Kooperation erfolgreich
Saturn und Media-Markt machen Gericom glücklich

Der österreichische Notebook-Hersteller Gericom hält trotz der allgemeinen Wirtschaftsflaute an den Umsatz- und Ergebniszielen für 2002 und 2003 fest. Die Kooperation mit den Elektronikhandelsketten Saturn und Media-Markt sei ein "voller Erfolg", sagte Unternehmenschef Hermann Oberlehner am Dienstag.

Reuters MÜNCHEN. "Die Nachfrage ist da", sagte Oberlehner in einem Interview. "Wenn man es richtig macht, geht auch in schlechten Zeiten viel weg." Der Umsatz von Gericom über Saturn und MediaMarkt habe sich im dritten Quartal 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in etwa verdoppelt. Damit sei der Wegfall der Umsätze durch den Verlust der Supermarktkette Lidl als Vertriebspartner im ersten Quartal kompensiert worden.

Oberlehner zeigte sich optimistisch, im Weihnachtsgeschäft die nötigen Impulse zu erhalten, um Ergebnis und Umsatz 2002 wie angekündigt auf Vorjahresniveau zu halten. Finanzchef Gerhard Leimer ergänzte, für 2003 rechne er bei Umsatz und operativem Gewinn mit einem Plus von 15 bis 20 Prozent.

Zuversicht fürs Weihnachtsgeschäft

Seit Wochenanfang vermarktet Gericom nach eigenen Angaben über Saturn und MediaMarkt für rund 1650 Euro ein Notebook, dass gegen andere Discount-Angebote etwa von Aldi und Lidl antritt. Die Kooperation mit den Elektronik-Märkten werde nun "mehr und mehr mit Leben erfüllt", sagte Oberlehner.

Der Gericom-Chef rechnet anders als die meisten Hersteller von stationären PCs auch im vierten Quartal mit einem weiteren Wachstum des Notebook-Markts für Heimanwender. Das Plus werde womöglich auch in Deutschland prozentual zweistellig ausfallen, sagte Oberlehner. Bezogen auf die gesamte Europäische Union werde die Steigerung mit Sicherheit so deutlich sei.

Gericom müsste früheren Angaben zufolge im Schlussquartal bis zu 37 Prozent seines Jahresumsatzes erzielen, um wie bislang angekündigt noch einen Umsatz in Höhe des Vorjahreswerts von 540 Millionen Euro zu erreichen. Damit beläuft sich das Umsatzziel für die letzten drei Monate 2002 auf rund 200 Millionen Euro. "Es darf nichts schief gehen", räumte Oberlehner ein, "aber derzeit sehe ich nichts, was uns da tragisch davon abhalten sollte."

Listing im "Prime Standard" angestrebt

Nach Worten von Finanzchef Leimer wird der Notebook-Markt auch 2003 weiter wachsen. Deshalb halte Gericom trotz der schwierigen Konjunktur am Ziel fest, Umsatz und operatives Ergebnis im kommenden Jahr um 15 bis 20 Prozent zu steigern. "Da sehe ich gar kein Problem." Die Dividende für 2002 werde wie angekündigt voraussichtlich in der Größenordnung von 80 (2001: 65) Cent liegen.

Angesichts der bevorstehenden Abschaffung des Neuen Marktes strebt Gericom nach den Worten von Leimer beim Listing in Frankfurt die Aufnahme in das höherwertige Segment "Prime Standard" an. Zudem werde nach wie vor die Notiz an einem zweiten Börsenplatz erwogen. Eine Entscheidung dazu sei aber noch nicht gefallen.

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