Kooperation hat Bestand
Lufthansa: United belastet "Star Alliance" nicht

Die derzeitige Krise bei der US-Fluggesellschaft United Airlines wird nach Einschätzung der Deutschen Lufthansa keine negativen Auswirkungen auf die Zusammenarbeit zwischen den beiden Linien im Rahmen des Flugbündnisses "Star Alliance" haben.

Reuters FRANKFURT. "In solchen Zeiten kann man schon gar nicht auf Partnerschaften verzichten", sagte Carsten Spohr, bei der Lufthansa für Allianzen zuständig, am Montag in Frankfurt.

Auch sehe er die United Airlines, die seit Montag mit Jack Creighton zumindest übergangsweise einen neuen Chef hat, keinesfalls in ihrer Existenz gefährdet, fügte Spohr mit Blick auf Spekulationen um einen möglichen Konkurs der zweitgrößten US-Fluggesellschaft hinzu.

Spohr verwies auf die intensive Zusammenarbeit von Lufthansa und United Airlines, an der weder die aktuelle Krise in der internationalen Luftfahrt noch der neue Interims-Chef Creighton etwas ändern würden. Die Vorstände beider Linien hätten sich gegenseitig Kontinuität versichert. United Airlines generiere einen etwa genauso hohen Gewinnbeitrag wie die Lufthansa aus der Star Alliance und könne darauf in schweren Zeiten bestimmt nicht verzichten, betonte Spohr. Die Lufthansa hatte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr operativ rund 500 Millionen Mark mit der Star Alliance verdient. Lufthansa und United gelten als tragende Säulen des aus zwölf Mitgliedern bestehenden Flugbündnisses.

Spohr sagte, er halte es für ausgeschlossen, dass United Pleite gehen könnte. "Bevor eine United in den Konkurs geht, sind bis auf zwei oder drei schon alle anderen weg" , sagte Spohr. "Die hält am längsten durch", fügte er mit Blick auf die nach den Anschlägen in New York und Washington besonders unter Druck geratenen US-Flugbranche hinzu. Die Star Alliance könne zu einer Verbesserung der geschäftlichen Situation aller Mitglieder beitragen. "Ich glaube tendenziell, dass eine Airline, die in der Star Alliance ist, besser da steht als jemand, der nicht Mitglied in einer solchen Allianz ist." Derzeit werde versucht, jeden Kunden in der Star Alliance zu behalten.

Auch Creighton hatte sich als neuer Interims-Chef der United bereits zuversichtlich gezeigt, dass der Konzern die aktuelle Krise bewältigen wird. Es gebe keine Probleme bei dem Konzern, die nicht gelöst werden könnte, hatte Creighton kurz nach seiner Ernennung zum Chief Executive Officer (CEO) und Chairman von United Airlines gesagt. Das erste Ziel sei die Wiederherstellung der finanziellen Stabilität. Die Aufgabe, United Airlines wieder auf den rechten Weg zu bringen, erfülle ihn mit Energie, fügte er hinzu. United hat ebenso wie alle anderen US-Fluglinien und auch deren weltweite Konkurrenten mit einem Nachfrageeinbruch bei zugleich steigenden Kosten zu kämpfen.

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