Kooperation mit ARD und ZDF
Deutsche Welle plant Auslandsfernsehen als Pay-TV

Reuters KÖLN. Die Deutsche Welle (DW) will zusammen mit ARD und ZDF ein 24-stündiges deutschsprachiges Auslandsfernsehen veranstalten, das als Pay TV angeboten werden soll. Das gemeinsame Programm könnte auf der Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung zügig realisiert werden, sagte der Vorsitzende des Rundfunkrates des Senders, Valentin Schmidt, am Dienstag vor Journalisten in Köln. Neben der Informationskompetenz könne das Deutsche Welle-tv die technische Infrastruktur sowie ein weltweites Satellitennetz einbringen, während ARD und ZDF unterhaltende Programmteile einbringen müssten.

Zielgruppe sollen vornehmlich deutsche Zuschauer sein, die dauerhaft oder zeitweilig im Ausland leben. Bislang strahlt die Deutsche Welle ein frei empfangbares reines Informationsprogramm in deutscher und englicher Sprache aus. Mit der Pay-TV-Sparte will sich die Deutsche Welle als Auslandsrundfunk in der Welt stärken und auch solche Zuschauer erreichen, die sich nicht oder nicht nur für das Informationsprogramm interessieren. Intendant Dieter Weirich rechnet zunächst weltweit mit 8000 Abonnenten. Trotz der vergleichsweise geringen Zahl sei er optimistisch, dass sich diese Programmstruktur auf Dauer durchsetzen werde.

Weirich will die DW zu einem multimedialen Unternehmen mit den Hauptsprachen deutsch, englisch, russisch, chinesisch und brasilianisch machen. Ihm gehe es darum, den Anschluss an die Konkurrenz nicht zu verpassen. ARD und ZDF sollen nach den Vorstellungen der DW drei Viertel der Programme für das geplante Auslandsfernsehen zuliefern und lediglich die Kosten für den Erwerb zusätzlicher Auslandsrechte erstattet bekommen. Die DW soll alleiniger Veranstalter des Auslandsfernsehen bleiben. Am Donnerstag wollen den Angaben zufolge die DW sowie Vertreter von Bund und Ländern konkrete Beschlüsse zum Thema Auslandsfernsehen fassen.

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