Kooperation mit öffentlichen Versicherern für "möglichst einfache Lösung"
DGZ Deka reagiert auf Rentenreform mit einer Ein-Produkt-Strategie

Die DGZ Deka Bank will beim Thema "Riester-Rente" nicht den Anschluss verpassen und frühzeitig in diesem Markt Fuß fassen. Der beste Weg, sich schnell zu positionieren, scheint für die DGZ Deka Bank - der zentrale Fondsdienstleister der Sparkassen- Finanzgruppe - der enge Schulterschluss mit den öffentlich rechtlichen Versicheren zu sein. Die Versicherungsbranche hätte bei der Riester-Rente klar die bessere Lobbyarbeit geleistet, die Fondsbranche sei ins Hintertreffen geraten, räumte Manfred Zaß, der Vorstandsvorsitzende der DGZ Deka Bank, gestern anlässlich der Bilanzpressekonferenz seines Instituts freimütig ein.

15.5.2001 nw FRANKFURT/M. Das Angebot der 13 öffentlichen Versicherer und der Neuen Leben ist ein Kombinationsprodukt aus Rentenversicherung und Fondsanlage. Überschussanteile der Rentenversicherung werden in Investmentfonds der Deka angelegt. Die Deka will vorerst bis zum 1. Juli 2002 auf ein Konkurrenzangebot verzichten. "Um eine möglichst einfache und vor allem bundesweit einheitliche Produktlösung zu präsentieren, haben wir uns auf eine Ein-Produkt-Strategie für die erste Vertriebsphase verständigt", sagte Zaß. Er konnte jedoch nicht ausschließen, das große Sparkassen und Landesbanken mit eigenen Produkten auf den Markt gehen. "Hier gelten die Gesetze des freien Marktes", sagte er.

Mit 180 Publikumsfonds und rund 680 Spezialfonds ist die DGZ Deka Bank einer der größten Anbieter der Branche und in einigen Segmenten Marktführer. Das trübe Börsenklima habe im ersten Quartal bei der DGZ Deka Spuren hinterlassen. Das insgesamt verwaltete Fondsvermögen sei in den ersten drei Monaten um 5,4 Mrd. auf 128,9 Mrd. gesunken und liege per Ende April bei 132,5 Mrd. . Das Netto-Mittelaufkommen der ersten drei Monate liege mit 3,6 Mrd. deutlich unter Vorjahr. Motor des Neugeschäfts blieben Aktien- und Dachfonds.

Die Zahl der verwalteten Depots erhöhte sich im vorigen Jahr auf 4,56 Mill. nach knapp 3 Mill. im Jahr 1999. Das Depotvolumen erreichte 52,7 (40,6) Mrd. . Das verwaltete Vermögen in Publikums- und Spezialfonds stieg um 13 % auf 134,3 Mrd. , sagte Zaß. Das Mittelaufkommen betrug im vergangenen Jahr rund 23 Mrd. nach 18,8 Mrd. im Vorjahr. Dominierend im Neugeschäft waren die Aktienfonds mit knapp 19 Mrd. , etwa doppelt so viel wie im Vorjahr. Mittelrückflüsse gab es bei Fonds mit dem Anlageschwerpunkt deutsche Anleihen und bei Geldmarktfonds.

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