Kooperation mit Rösch
Rhein Biotech erhöht Umsatz und Ebit deutlich

Der weltweit drittgrößte Hersteller von Impfstoffen für Hepatitis B hat im ersten Halbjahr 2001 den Umsatz und das Betriebsergebnis deutlich gesteigert. Wie die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft am Dienstag mitteilte, verbesserte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 87 % auf 38,1 Mill. Euro.

Reuters MAASTRICHT. Das Betriebsergebnis (Ebit) habe sich im gleichen Zeitraum um 17 % auf 4,8 Mill. Euro erhöht. Als Motor des Wachstums bezeichnete Rhein Biotech, das künftig mit dem Berliner Medizintechnik-Unternehmen Rösch in der Forschung zusammenarbeiten will, die Produktverkäufe, die sich mit 36 Mill. Euro mehr als verdoppelt hätten.

Im ersten Halbjahr erhöhte die im niederländischen Maastricht ansässige Gesellschaft nach eigenen Angaben den Konzernüberschuss um rund 48 % auf 3,7 Mill. Euro. Gleichzeitig seien die operativen Kosten aufgrund von Investitionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Marketing und für den organisatorischen Ausbau auf 18,2 Mill. Euro von 9,8 Mill. Euro im ersten Halbjahr 2000 gestiegen. Davon entfielen Rhein Biotech zufolge 4,1 Mill. Euro auf Forschung und Entwicklung im Vergleich zu 2,8 Mill. Euro im Vorjahr.

Aufgrund der Konsolidierung des ehemaligen Lizenznehmers Green Vaccine Corporation-Cross hätten sich die Einnahmen aus Lizenzgebühren um 37,5 % auf 0,1 Mill. Euro verringert. Die Erlöse aus dem Technologie-Transfer seien erwartungsgemäß um 38 % auf 1,6 Mill. Euro gesunken.

Rhein Biotech zufolge hat die Tochtergesellschaft Green-Cross im Berichtszeitraum den Impfstoff Hepavax Gene in Polen und Tunesien sowie den Impfstoff Varicella in Indonesien registrieren lassen. Die Kapazitätsausweitung bei Green-Cross verlaufe planmäßig, hieß es.

Wie Rhein Biotech weiter mitteilte, wurde in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern bei der Entwicklung einer neuen Technologie für einen therapeutischen Impfstoff gegen chronische Hepatitis B ein Forschungsabschnitt (Meilenstein) erreicht. Damit bestehe nun die Möglichkeit, diese schwere Erkrankung effektiv und nachhaltig zu heilen. Nach eigenen Angaben ist die Technologie patentiert und Rhein Biotech im Besitz der exklusiven Lizenz.

Zudem kündigten Rhein Biotech und die Rösch AG an, künftig in der Forschung zusammenzuarbeiten. Als Ziel wurde die Entwicklung von nadelfreien Verabreichungssystemen für ausgewählte Impfstoffe von Rhein Biotech genannt. Nach erfolgreicher Beendigung des Forschungsprogramms werde Rhein Biotech über Lizenzen die Möglichkeit haben, die entwickelte Technologie zur Vermarktung ihrer Impfstoffe zu verwenden. Finanzielle Angaben zur Kooperation wurden nicht gemacht.



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