Kooperation mit spanischen Gerichten und Behörden wird besser
Fahnder nehmen Fincas ins Visier

Steuerfahnder nehmen jetzt verstärkt Immobilienbesitz in Spanien unter die Lupe. Ihr Verdacht: Das sonnige Domizil wurde mit Schwarzgeld errichtet oder Mieteinnahmen würden nicht versteuert.

ddp/vwd KÖLN. "Wir haben in jüngster Zeit wiederholt erlebt, dass Steuerfahnder in Spanien Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt haben", schildert der Kölner Steuerfachanwalt Michael Streck. Intensiviert werde die Fahndung nach Fincas auch durch den Umstand, dass die Finanzämter zunehmend bei der Prüfung von Steuererklärungen besondere Schwerpunkte setzen würden, sagte Streck, der auch Präsident des deutschen Anwaltvereins ist.

So fordere beispielsweise die Oberfinanzdirektion Kiel die 21 Finanzämter ihres Bezirkes auf, Steuerzahler gezielt nach Mieteinnahmen in Spanien zu befragen. Dazu gebe es eine spezielle Anweisung (AZ: S1301 A-St 365), so der Steueranwalt. Liege dann ein begründeter Anfangsverdacht vor, werde die Steuerfahndung aktiviert.

"Wollten deutsche Strafverfolger, insbesondere die Steuerfahndung, in Spanien im Wege der internationalen Amtshilfe Zeugenvernehmungen, Durchsuchungen und Beschlagnahmehandlungen vornehmen, erwiesen sich die spanischen Gerichte und Behörden viele Jahre als widerborstig", erläuterte Streck. Das ändere sich.

Es habe in jüngster Zeit mehrere Fälle gegeben, in denen die Steuerfahndung in Spanien Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt und sodann mit Hilfe spanischer Kollegen unmittelbar in Spanien Durchsuchungen vorgenommen habe. Unterlagen, Kontoblätter, Verträge und sonstige Beweismittel, die man in Spanien sicher geglaubt habe, seien dabei beschlagnahmt worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%