Kooperation mit Sunburst Merchandising
Dino hofft nach schwierigem Jahr auf die Wende

rtr STUTTGART. Das Stuttgarter Medienunternehmen Dino Entertainment AG sieht nach einem verlustreichen Jahr 2000 die Kehrtwende erreicht. "Dort, wo wir im vergangenen Jahr Einbußen hatten, holen wir wieder richtig auf", sagte Vorstandschef Christian Neuber. Im Januar seien die Auflagen der problembehafteten Publikationen wie die Simpsons wieder gestiegen. Trotz eines höher als erwarteten Verlusts von rund 15 Mill. DM im abgelaufenen Geschäftsjahr wolle der Anbieter von Büchern, Comics, Magazinen und Fanartikeln im Jahr 2001 die Gewinnzone erreichen. Neuber gab zudem Pläne zur Kooperation mit der Sunburst Merchandising AG bekannt.

Das seit über einem Jahr am Neuen Markt der Frankfurter Börse notierte Unternehmen hatte am Vortag vorläufige Zahlen für 2000 bekannt gegeben, nach denen bei einem Umsatz von rund 70 Mill. DM ein höher als erwarteter Verlust von 15 Mill. DM entstanden ist. Im Oktober hatte Dino die Börse mit der Bekanntgabe überrascht, statt eines prognostizierten Gewinns im Jahr 2000 voraussichtlich einen Fehlbetrag von neun Mill. DM zu verzeichnen. Neben den bereits bekannten Gründen wie dem Umsatzausfall bei den Pokemon-Produkten habe auch die Einstellung von Lizenzprodukten "Bremsspuren" hinterlassen, sagte Neuber. Ferner habe Dino Aufwendungen für Strukturverschlankungen und Büroschließungen zu verkraften gehabt. Außerdem seien die Finanzerträge um 2,5 Mill. DM niedriger als erwartet ausgefallen.

Vielversprechende Entwicklungen

Das zweite Halbjahr des Vorjahres habe "die gesamte Branche richtig erwischt", unterstrich Neuber. Das Jahr 2001 werde jedoch erheblich besser für Dino werden, prognostizierte er. Neben dem Wiederanlaufen des angestammten Geschäfts gebe es vielversprechende Entwicklungen bei neuen Themen wie Harry Potter und den Digimons. Auch der Online-Bereich und das Geschäft in Frankreich gäben Anlass zu Optimismus. Genaue Planungen für das laufende Geschäftsjahr wolle er auf der Bilanzpressekonferenz am 27. März bekannt geben.

Bei der bisher angekündigten Strategie, sich vom Lizenznehmer zum Lizenzgeber zu entwickeln, ruderte Neuber allerdings zurück. "In großer Breite haben wir davon Abstand genommen". Es sei schwieriger als erwartet, eigene, lizenzfähige Themen aufzubauen. Neuber kündigte zudem an, mit dem Konkurrenten Sunburst Merchandising über eine Kooperation im Vertrieb zu verhandeln. Die beiden Firmen wollten bei Produkten zusammenarbeiten, bei denen sowohl Dino als auch Sunburst einen Teil der Lizenzrechte besäßen. Eine Übernahme von Dino durch Sunburst sei ausgeschlossen, da er 65 % des Dino-Kapitals halte, kommentierte Neuber entsprechende Spekluationen.



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