Kooperation mit T-Mobile
BT drängt auf britischen Mobilfunkmarkt zurück

Die britische BT Group Plc, derzeit größter britischer Telekom-Anbieter im Festnetzbereich, will einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Dienst für den Mobilfunkmarkt anbieten.

Reuters LONDON. Die BT, vormals British Telecom, werde einen kombinierten Dienst aus Festnetz- und Mobilfunk-Diensten offerieren, der auch Textnachrichten (SMS) von Festnetzgeräten einschließe, berichtete die britische Sonntagszeitung "Sunday Times". "Ich denke, hier baut sich ein Entwicklungsmarkt auf, dessen Kunden über Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse verfügen und einen vereinheitlichten Dienst wünschen", zitierte das Blatt den Handelschef von BT, Pierre Danon. Der scheidende Chef von T-Mobile UK, Harris Jones, sagte der "Sunday Times" zufolge: "Es ist sehr deutlich, dass BT wieder sehr aggressiv in den Mobilfunkbereich vordringt."

Die BT-Group werde das Geschäft am Montag gemeinsam mit der Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, bekannt geben, hieß es in dem Bericht weiter. Aus Branchenkreisen verlautete, BT wolle als Service-Provider Mobilfunkdienste auf eigene Rechnung vermarkten, während T-Mobile dafür seine Netzkapazitäten zur Verfügung stelle. Voraussichtlich werde der Dienst ab Sommer angeboten.

Ein Sprecher der BT Group wollte den Bericht nicht kommentieren. "Wir sind permanent mit allen möglichen Leuten in Verbindung", sagte er auf Anfrage von Reuters. Auch ein T-Mobile-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

BT hatte vor 15 Monaten seine Mobilfunktochter mmO2 verkauft, um seinen Schuldenberg abzubauen. Am Donnerstag hatte das Unternehmen mitgeteilt, im dritten Geschäftsquartal 2002/2003 seinen Vorsteuergewinn etwas stärker als erwartet um 37 Prozent gesteigert zu haben. Belastet werde das Ergebnis aber durch Pensionsrückstellungen, bei denen Ende 2002 ein Defizit von 1,0 bis zu 1,5 Milliarden Pfund angefallen sei.

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