Kooperation mit Thomas Cook: Germanwings stockt Flotte auf

Kooperation mit Thomas Cook
Germanwings stockt Flotte auf

Die zum Lufthansa-Konzern gehörende Billigfluggesellschaft Germanwings wächst schneller als geplant. Allerdings wird die Airline nach eigenen Angaben trotzdem nicht früher als 2004 Gewinne einfliegen.

Reuters BERLIN. Die Flugzeugflotte werde zum 1. April von sechs auf neun oder zehn Maschinen aufgestockt und damit um ein oder zwei mehr als zunächst geplant, teilte Germanwings am Freitag auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin mit. Der Sommerflugplan soll wie bereits angekündigt dann 19 Ziele in Europa anfliegen. Die zusätzlichen Flugzeuge vom Typ Airbus sollen geleast werden. Auch der schärfste Konkurrent im deutschen Markt, der Low-Cost-Carrier Hapag Express-Lloyd (HLX) des Reisekonzerns Tui, wird zum 1. April seine Flotte von zur Zeit vier auf zehn Maschinen aufstocken.

Neben der bisherigen Start- und Landebasis in Köln/Bonn werde in Kürze über eine zweite Basis entschieden. Diese könne im Ausland liegen, teilte Germanwings mit. Auch Berlin spiele in den Überlegungen eine große Rolle, sagte Friedrich-Wilhelm Weitholz, Chef der Lufthansa-Beteiligung Eurowings, die Germanwings im vorigen Herbst gegründet hatte.

Finanziell liege Germanwings derzeit im Plan. Die Auslastung sei höher, der erzielte Durchschnittspreis dagegen unter den Planungen. Germanwings hatte in den vergangenen Monaten mit mehreren Preisaktionen um Kunden geworben. Die Gewinnschwelle sei nach wie vor für 2004 geplant, sagte Weitholz. Die Skepsis von Branchenexperten, das Billigfluggeschäft könnte nur von kurzer Dauer sein, erweise sich als unbegründet. "Wir haben nach fünf Monaten die ersten Strecken, wo wir mit Germanwings Geld verdienen", sagte Weitholz.

Die seit Ende Oktober vorigen Jahres fliegende Germanwings habe jetzt die millionste Buchung überschritten. Das Tochterunternehmen der Lufthansa-Beteiligung Eurowings werde zudem künftig eng mit dem Reisekonzern Thomas Cook zusammenarbeiten. Kunden von Germanwings könnten künftig im Internet direkt auf das Städtereisen-Angebot des Cook-Veranstalters Neckermann zurückgreifen. Auch damit folgt Germanwings dem Konkurrenten HLX, der seit kurzem ein Sortiment an TUI-Hotels bereithält.

Die Zukunft der Luftfahrt gehört nach Einschätzung des Eurowings-Chefs den Billigfluggesellschaften. Für traditionelle Airlines könne dies möglicherweise auch in einem wachsenden Markt schwierig werden. "Das Wachstum wird gesteuert in die Billigfluggesellschaften", sagte Weitholz. Germanwings sehe sich als europäischen Airline. Bereits jetzt würden ein Drittel der Tickets außerhalb Deutschlands gebucht.

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