Kooperationspartner von Honeywell und GE
MTU will von US-Branchenkonzentration profitieren

Der größte deutsche Triebwerkshersteller verspricht sich von der geplanten Übernahme des US-Technologie- Konzerns Honeywell durch General Electric Chancen für die Ausweitung des eigenen Geschäfts.

dpa-afx MÜNCHEN. Der größte deutsche Triebwerkshersteller MTU verspricht sich von der geplanten Übernahme des US-Technologie- Konzerns Honeywell durch General Electric Chancen für die Ausweitung des eigenen Geschäfts. "Wir hoffen, davon zu profitieren", sagte ein MTU-Sprecher am Montag in München. Die ehemals zur DASA gehörende MTU Motoren- und Turbinen München GmbH-Union war nicht in die Großfusion der europäischen Luftfahrtkonzerne DASA, Aerospatiale und CASA zur EADS einbezogen worden, sondern wurde direkt beim DaimlerChrysler-Konzern angesiedelt. </<p>p>MTU sei sowohl Kooperationspartner von Honeywell als auch von GE, erklärte der Unternehmenssprecher. Honeywell und MTU arbeiteten im gemeinsamen Joint Venture Vericor auf dem Industrieturbinen-Geschäft zusammen. GE will Honeywell im Wege des Aktientauschs für rund 45 Mrd.$ (104 Mrd. DM) übernehmen, wie am Wochenende bekannt gegeben wurde. Mit dem Kauf entstünde der weltgrößte Luftfahrtzulieferer. Honeywell und GE kämen zusammen auf rund 135 Mrd. $ Umsatz auf Basis der Zahlen vom vergangenen Jahr. Der US-Konzern United Technologies Corp (UTC) hatte ebenfalls sein Interesse an Honeywell angemeldet, aber den Kürzeren gezogen.

MTU

ist seit langem der europäische Allianz-Partner der UTC- Triebwerksgesellschaft Pratt & Whitney. GE, Pratt & Whitney und die britische Rolls-Royce bilden die Spitzengruppe der weltgrößten Triebwerkshersteller. Beim Projekt für den geplanten Super-Airbus A3XX mit bis zu 650 Passagieren arbeiten die beiden US-Konkurrenten GE und Pratt & Whitney erstmals an der Entwicklung im zivilen Triebwerksbau zusammen. "MTU plant, sich ebenfalls am A3XX- Triebwerksprojekt zu beteiligen", sagte ein Unternehmenssprecher. MTU München erwirtschaftet eigenen Angaben zufolge bereits rund 60 % des Umsatzes, der 1999 bei rund 1,75 Mrd. Euro (3,4 Mrd. DM) lag, mit den US-Partnern. Die Präsenz sowohl in Nordamerika als auch in Asien solle weiter ausgebaut werden, sagte der Unternehmenssprecher. Geplant seien Produktionsstandorte für Triebwerksteile im zivilen Bereich. In Europa werde eine weitere Integration der Triebwerkshersteller angestrebt. Mit den beiden Konkurrenten Fiat Avio und Volvo Aero Engines würden darüber Gespräche geführt. Mit Fortschritten werde aber erst mittel-oder langfristig gerechnet.

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