Kopf-an-Kopf-Rennen
Obama ist nicht zu stoppen

Neun Wahlsiege in Folge: Barack Obama hat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten auch die Vorwahlen in Wisconsin klar für sich entschieden. Für Kontrahentin Hillary Clinton, der Obama nicht nur bei den Wählern die Schau stahl, wird die Sache langsam eng. Zu ihrer Niederlage hüllt sich die Ex-First-Lady in Schweigen.

HB MADISON. Für Hillary Clinton wird es nach der Niederlage in Wisconsin langsam eng. Bei den nächsten Vorwahlen am 4. März in Ohio und Texas benötigt sie nach Angaben aus ihrem Wahlkampfteam mindestens einen Sieg, um dem Eindruck der Verliererin entgegenzuwirken. Bei den Republikanern ist Senator John McCain die Präsidentschaftskandidatur nach einem weiteren Sieg in Wisconsin nahezu sicher.

Nach Auszählung von zwei Drittel der Stimmen entfielen 57 Prozent auf Obama und 42 Prozent auf Clinton. Obama stahl Clinton auch bei den Fernsehsendern die Schau: Nahezu alle Sender brachen die Übertragung einer Ansprache Clintons ab, als Obama in Houston vor seine Anhäger trat.

Zu den Vorwürfen Clintons, er habe keine Erfahrung, sondern nur schöne Worte zu bieten, sagte Obama, er sei nicht naiv. Es mangle Amerika nicht an guten Ideen. „Aber Washington ist ein Ort geworden, in dem gute Ideen sterben.“ Deshalb müssten neue Leute in den politischen Prozess einsteigen, sagte Obama, dessen Rede immer wieder von Sprechchören „Yes we can“ (Ja, wir schaffen es) unterbrochen wurde. „Der Wandel, den wir anstreben, ist noch Monate und Meilen entfernt“, gab Obama zu bedenken. Seine Anhänger in Texas rief er auf, von der Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe vor der Vorwahl am 4. März Gebrauch zu machen.

Auch Clinton blickte bereits auf die nächsten Vorwahlen und erwähnte die Niederlage in Wisconsin mit keinem Wort. In Wisconsin waren 72 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Demokraten im August zu vergeben. Obama baute seinen Vorsprung vor Clinton auf mindestens 70 Stimmen aus und sicherte sich nach der Zählung der Nachrichtenagentur AP zunächst 1 303 Stimmen. Für die Wahl zum Präsidentschaftskandidaten sind mindestens 2 025 Stimmen erforderlich. Am Dienstag wurde auch im US-Staat Hawaii gewählt, wo weitere 20 Stimmen zu vergeben waren.

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