Kopiererhersteller lagert Kerngeschäft aus
Xerox streicht jede zweite Stelle in Deutschland

Der angeschlagene Kopiererhersteller Xerox Corp. will bis Ende 2004 mehr als die Hälfte der knapp 1 000 Stellen in Deutschland streichen. Dies geht aus einer Information des Betriebsrates an die Mitarbeiter hervor, die dem Handelsblatt vorliegt.

DÜSSELDORF. Wesentliche Aufgaben, die bisher unter dem Dach der Neusser Xerox GmbH angesiedelt waren, sollen an externe Dienstleister oder neu zu gründende Unternehmen übertragen werden. An letzteren sollen sich entweder die deutsche Landesgesellschaft oder ihre in Stamford/Connecticut ansässige amerikanische Mutter beteiligen, heißt es.

Die Geschäftsführung in Neuss, die offiziell eine Stellungnahme ablehnt, hatte dem Betriebsrat die geplanten Personalmaßnahmen am Mittwoch voriger Woche vorgestellt. Danach sollen in den nächsten zweieinviertel Jahren 513 Stellen in Deutschland wegfallen. Davon entfallen 181 auf den Vertrieb, 260 auf die Technik und 72 auf den kaufmännischen Bereich. Anfang 2002 waren in der Xerox GmbH noch 973 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Verhandlungen über einen Sozialplan laufen. Xerox, seit 1959 in Deutschland vertreten, hatte wegen hoher Verluste bereits Anfang 2001 knapp 700 Stellen abgebaut.

Ende Juli hatte die Xerox Corp. den Rückkehr in die Gewinnzone gemeldet. Im zweiten Quartal 2002 erzielte der Konzern sein bestes Ergebnis seit dem Beginn der umfangreichen Reorganisation im Oktober 2000. Mehr als jede fünfte der damals 92 500 Stellen weltweit ist seither weggefallen, weil Xerox defizitäre Aktivitäten beendet oder Teile des Kerngeschäftes ausgelagert hat.

Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Teamleiter Sport
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