Korrektur der übertriebenen Verluste
Euro legt mehr als halben US-Cent zu

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat am Dienstagvormittag mehr als einen halben US-Cent auf Kurse über 0,8850 US $ zugelegt. Einen generellen Stimmungsumschwung zu Gunsten der Gemeinschaftswährung wollten Händler jedoch nicht ableiten. Es handele sich vielmehr um eine Korrektur der zuletzt etwas übertriebenen Verluste des Euro. Der Yen konnte sich unterdessen von ihrem am Vortag markierten 30-Monats-Tief zur US-Valuta wieder etwas erholen. Händler begründeten dies mit dem Optimismus einiger Anleger, das Notpaket der japanischen Regierung werde der angeschlagenen Wirtschaft wieder auf die Beine helfen. Details des Programms sollen am Mittwoch vorgestellt werden.

Der Euro notierte gegen 11.00 Uhr MESZ mit 0,8860/63 US $ nach einer New Yorker Vortagesschlussnotiz von 0,8798/03 US $. Zur japanischen Währung lag der Euro bei 111,36/54 Yen nach 111,45 Yen im späten US-Handel am Montag. Der Dollar kostete 125,74/80 Yen und damit rund einen Yen weniger als bei seinem am Vortag markierten 30-Monats-Hoch von 126,75 Yen.

Im fernöstlichen Handel konnte der Euro nach Händlerangaben auch von Spekulationen profitieren, die EZB habe möglicherweise im Rahmen ihrer üblichen Devisengeschäfte höhere Summen an Euro gekauft. Dies könnte als eine Vorbereitung für eine offizielle Intervention zu Gunsten der Gemeinschaftswährung angesehen werden. Diese Spekulationen seien zwar schnell wieder vom Markt verschwunden, sie hätten jedoch zu einem freundlichen Euro-Handelsauftakt in Europa beigetragen.

Auf den am Vormittag veröffentlichten Rückgang des französischen Verbrauchervertrauens-Indexes reagierte der Euro kaum. Händlern zufolge wirken sich schwache Konjunkturdaten aus der Euro-Zone derzeit nicht dämpfend, sondern eher stützend auf den Euro-Kurs aus. Frankreichs Konsumentenvertrauensindex fiel nach Angaben des nationalen Statistikamtes im März auf zwei Punkte nach revidiert vier Zählern im Februar.

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