Kosmetik-Sparte will Gewinnniveau halten
Nivea-Creme tut Beiersdorf weiter gut

Die Kosmetiksparte des Beiersdorf-Konzerns mit der Kernmarke Nivea peilt nach einem Rekordjahr 2002 auch im laufenden Jahr steigende Umsätze und ein weiterhin hohes Gewinnniveau an.

Reuters BERLIN. Vorstandsmitglied Uwe Wölfer sagte am Mittwoch in Berlin trotz des weiter schwachen Konsumklimas in Deutschland ein Umsatzwachstum von Beiersdorf cosmed von rund sechs Prozent - gestützt auf einen weiteren Umsatzzuwachs der Marke Nivea - für 2003 voraus. Für die Umsatzrendite bezogen auf das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit), die im Vorjahr bei vergleichsweise hohen 13 Prozent gelegen hatte, gelte auch im laufenden Jahr die Spanne von 12 bis 13 Prozent.

Die Strategie des Unternehmens, nicht auf pure Umsatzgröße sondern auf gute Marktpositionen der einzelnen Marken zu setzen, habe sich auch in schwierigen Zeiten ausgezahlt. Mit Blick auf seit längerem währende Diskussionen über einen möglichen Wechsel im Beiersdorf-Eigentümerkreis sagte Wölfer, er hoffe, das Unternehmen könne seinen Kurs fortführen.

Beiersdorf cosmed hatte im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 7,2 Prozent auf 3,17 (Vorjahr 2,95) Milliarden Euro gesteigert und trägt damit etwa zwei Drittel zum Konzernumsatz von 4,74 Milliarden Euro bei. Mit einer Ebit-Rendite von 13 Prozent hielt die Sparte eine Gewinnniveau, mit dem sie verglichen mit den Wettbewerbern in der Spitzengruppe rangiert.

Zuversicht für 2003

Für das laufende Jahr liegt Beiersdorf cosmed nach Wölfers Worten leicht unter dem langfristigen Zielkorridor von acht Prozent Umsatzwachstum pro Jahr. Eine große Bedeutung für solche Entwicklungen habe die Wechselkursentwicklung, weil die Sparte 73 Prozent ihres Umsatzes im Ausland abwickle. Bei der Rendite gelte seit längerem der Korridor von zwölf bis 13 Prozent, den man in der Vergangenheit erreicht habe. "Das gilt für dieses Jahr genauso", sagte der Manager, wobei man sich näher an der Marke von 13 Prozent als von zwölf Prozent orientiere.

Die positive Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr sei vor allem aus dem internationalen Geschäft gekommen. In Deutschland sei trotz eines stagnierenden Marktes ein Plus im Umsatz von über sechs Prozent gelungen. Träger des Wachstums sei weiter die Marke Niveau, die in 160 Einzelmärkten in 54 Ländern erste Plätze in den Produktgruppen erreicht habe. Das Ziel sei, bis 2006 mindestens in 250 Einzelmärkten Nummer eins zu werden.

Insgesamt wuchs der Nivea-Umsatz 2002 um 6,9 Prozent auf 2,63 (Vorjahr 2,46) Milliarden Euro. "Die Konzentration auf wenige Marken, die so genannte Dachmarkenstrategie, zeigt auch in schwierigen Zeiten, dass sie in der Lage ist, sich geschäftlich positiv zu entwickeln", erklärte Wölfer.

Nichts Neues zum Eigentümerkreis

Mit Blick auf schon länger andauernde Diskussionen über eine Änderung im Eigentümerkreis von Beiersdorf, in dem die Allianz und die Tchibo Holding Großaktionäre sind, sagte Wölfer, es gebe nichts Neues. Er wies darauf hin, dass der Konkurrent Procter & Gamble selbst mitgeteilt habe, dass er kein Angebot für Beiersdorf-Anteile gemacht habe. "Wenn sie mich fragen, ich möchte gerne, dass Beiersdorf mit seiner Strategie ... seinen Marken und seinen Mitarbeitern das (den Kurs) fortsetzt". "Das ist der Wunsch des gesamten Vorstands", ergänzte er.

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