Kosmetikkonzern leidet unter Konsumflaute in Deutschland
Wella mit gebremstem Schaum

Der Darmstädter Haarpflege- und Kosmetikkonzern Wella hat im ersten Halbjahr vor Steuern und Zinsen weniger verdient als ein Jahr zuvor, hält aber an seinen Geschäftszielen für das Gesamtjahr fest.



Reuters/dpa DARMSTADT. Der Kosmetikkonzern Wella leidet unter der Konsumflaute in Deutschland. In seinem wichtigsten Einzelmarkt habe das Unternehmen im ersten Halbjahr kein Wachstum verzeichnet, gab Wella heute in Darmstadt bekannt.

Weltweit konnte der Konzern seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten um 5,5 % auf 1,6 Mrd. ? steigern. Für das laufende Jahr rechnet der Vorstandsvorsitzende Heiner Gürtler mit einem Plus bis zu 14 %. Der Konzerngewinn sank von 46,5 Mill. auf 31,4 Mill. ?.

Wella verdient nach eigenen Angaben jeden vierten Euro auf dem deutschen Markt. Durch die Kaufzurückhaltung - auch bei der Lieferung für Friseur-Geschäfte - verschiebe sich dieses Verhältnis leicht zu Gunsten des Auslandes. In Nordamerika sei im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von über 30 % erzielt worden. Allerdings sei dies vor allem mit Firmenübernahmen zu erklären. In Lateinamerika habe das Unternehmen ein Plus von 9,5 %, in Asien von 5,5 % erzielt.

Das Wachstum sei vor allem in den Sparten Friseur und Kosmetik erzielt worden (Plus 8,6 %). Im Verbrauchermarkt habe es einen leichten Rückgang von knapp zwei Prozent gegeben. Eine Steigerung erwartet Gürtler im zweiten Halbjahr, das traditionell stärker ausfalle. Außerdem habe das Unternehmen in diesem Zeitraum die Einführung neuer Produkte geplant.

Die positive Geschäftsentwicklung wirke sich auch auf die Belegschaft aus. So sei die Zahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um 900 auf 17 880 gestiegen. Dies sei ebenfalls zum Teil durch Firmenzukäufe bedingt. Rund zwei Drittel der Mitarbeiter seien im Ausland beschäftigt.

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