Kosmetiksparte rechnet mit schwächerem Wachstum
Beiersdorf drängt nach Asien und Osteuropa

Der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf rechnet in seiner Kernsparte Kosmetik ("Nivea") im laufenden Jahr mit einem leicht schwächeren Wachstum zwischen 7 bis 8 %. Uwe Wölfer, im Beiersdorf-Vorstand zuständig für die Kosmetik, betonte jedoch, die Schätzung sei vor allem wegen Unsicherheiten beim Wechselkurs sehr konservativ.

beu HAMBURG. "Bei den aktuellen Kursen gibt es wieder ein zweistelliges Wachstum", prophezeite er. Der Januar sei bereits besser als erwartet gelaufen. Als Schwerpunkte der Expansion sieht Wölfer Amerika und Asien sowie den "europäischen Heimatmarkt", besonders Osteuropa.

Im vorigen Jahr hat Beiersdorf den Kosmetik-Umsatz um 14,1 % auf 2,95 Mrd. Euro ausgeweitet. Einschließlich der 187 Mill. Euro Umsatz der Hautpflegeprodukte der Beiersdorf-Sparte "Medical" entspricht dies 65 % des Gesamtumsatzes des Konzerns. Damit wuchs die Sparte doppelt so schnell wie der direkte Wettbewerber L?Oréal, Frankreich, und viermal so schnell wie der US-Konzern Procter & Gamble, oder Unilever, Niederlande/Großbritannien.

Der Ertrag der Kosmetiksparte von Beiersdorf legte überdurchschnittlich um 17,7 % auf 385 Mill. Euro zu. Die Quote des Gewinns vor Steuern und Zinsen (Ebit) am Umsatz erreichte den neuen Spitzenwert von 13 (12,6) %.

Nivea hält 140 erste Plätze

Die Dominanz der Markenfamilie Nivea in der Beiersdorf-Kosmetik zeigt sich in der Umsatzexpansion um 17 % auf 2,5 Mrd. Euro. In diesem Jahr drängt der Hamburger Konzern stärker auf die Märkte in Kanada, Russland und Großbritannien, wo neue Nivea-Erzeugnisse herausgebracht werden.

Ziel von Beiersdorf sei es, führende Marktpositionen in jedem Sortiment und in jedem Land einzunehmen, sagte Wölfer. Diese seien besonders ertragreich. Auf der Basis von 50 Ländern halte Nivea über 140 erste Plätze in den einzelnen Produktkategorien. Wölfer: "Bis zum Jahr 2006 sollen mindestens 250 Nummer-eins-Positionen erreicht werden.

Zu Spekulationen über eine Mehrheitsübernahme durch die Großaktionäre Allianz oder Tchibo äußerte sich Wölfer zurückhaltend. Die Allianz hält 43,6 %, Tchibo 30 % an Beiersdorf. Die Aktie des Konzerns notierte gestern mit 131 Euro knapp unter Vortagesschluss.

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