Kosten auf 70 Mill. Dollar geschätzt
Atom-U-Boot: Russland schließt Vertrag mit Bergungsfirma

Einen Tag nach der überraschenden Absage an ein Konsortium niederländischer und norwegischer Spezialfirmen hat Russland einen Vertrag mit einer anderen niederländischen Firma über die Bergung des gesunkenen Atom-U-Boots "Kursk" abgeschlossen.

ap MOSKAU. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete der stellvertretende Ministerpräsident Ilja Klebanow mit dem Unternehmen Mammoet Transport BV. Mammoet ist auf das Geschäft mit Hebekränen spezialisiert, hat aber keine Erfahrung mit der Hebung von Schiffen.

Über den Grund der Absage an das Konsortium sagte der Vizepremier nichts. Die Zeitung "Kommersant" schrieb, die Regierung sei mit der Forderung der Unternehmen nach Vorauszahlung und einer Entschädigung für mögliche Schäden während der Bergungsaktion nicht einverstanden gewesen. Das U-Boot soll nach russischen Angaben in den nächsten vier Monaten gehoben werden. Vertreter des Konsortiums hatten vor einer weiteren Verzögerung gewarnt, da die schwierige Operation in der Barentssee dann nicht vor Beginn der Herbststürme beendet werden könne.

Die "Kursk" war am 12. August vergangenen Jahres in einem Manöver nach einer Explosion gesunken, alle 118 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die russische Regierung hat offiziell noch keine Ursache für die Katastrophe bekannt gegeben. Die meisten ausländischen Experten sind der Ansicht, dass ein Fehler im Inneren des U-Boots, etwa die Explosion eines Torpedos, die "Kursk" zerstörte. Die Kosten für die Bergung werden auf 70 Mill. Dollar (160 Mill. DM/80 Mill. ?) geschätzt.

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