Kosten für Energie und Rohstoffe sind gestiegen
Bierbrauer denken über höhere Preise nach

Führende deutsche Bierbrauer denken über Preiserhöhungen nach Einführung des Euro-Bargelds 2002 nach. So will Deutschlands größte Privatbrauerei Warsteiner kurz nach der Euro- Umstellung an der Preisschraube drehen.

dpa WARSTEIN. "Die Kosten für Energie und Rohstoffe sind auf breiter Front gestiegen", sagte der Geschäftsführer Vertrieb/Marketing, Frank Spitzhüttl, am Donnerstag. Deshalb sei eine Preiserhöhung zum 1. März des kommenden Jahres erforderlich.

Bis dahin, so die Hoffnung, könnten sich im Einzelhandel die neuen Eckpreise auf Euro-Basis gebildet haben. Die Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG strebe den Eckpreis 10,99 Euro für eine Kiste Warsteiner im Angebot an. Gegenüber den heutigen 19,99 DM, die 10,22 Euro entsprechen, würde dies eine Preisanhebung von 7,5 % bedeuten. In den kommenden Monaten müssten sich die deutschen Brauereien für einen Euro-Eckpreis entscheiden. Dabei sei klar, dass aggressive Einzelhandelsunternehmen 9,99 Euro als neuen Endverbraucherpreis für eine Kiste Flaschenbier durchsetzen wollten.

Einen Spielraum für Preissenkungen sieht der Branchenkenner auch bei der Konkurrenz nicht. "Wenn der Lkw auf dem Weg zum Zentrallager einen Platten kriegt, ist der Deckungsbetrag komplett dahin", sagte Spitzhüttl zur Geschäftssituation bei einigen Billiganbietern. Er hoffe, dass auch andere Premiumbrauer 10,99 Euro anpeilen werden.

Auch andere Brauer wollen ihre Bierkisten über der Preisschwelle von 10 Euro halten. "Preiserhöhungen sind dringend erforderlich", sagte Veltins-Sprecher Ulrich Biene. Die Energiekosten seien binnen eines Jahres bis März 2001 um 60 % geklettert. Einen Beschluss zu einer Preiserhöhung gebe es bei Veltins aber nicht. Für ein gutes Produkt müsse ein guter Preis möglich sein, sagte Martin Laufer von der Krombacher Brauerei. Was durchsetzbar sei, werde man dann sehen.

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